Test in Hildburghausen endet 5:0 für den CFC

17.07.2009, 07:55 Uhr | 422 Aufrufe
Der Chemnitzer FC meisterte seinen Auftritt in der thüringischen Idylle mit großer Sorgfalt: gegen den FSV 06 Eintracht Hildburghausen, seines Zeichen ein Team aus der Landesklasse, vergleichbar mit der sächsischen Bezirksliga, sprang ein ungefährdeter 5:0-Erfolg heraus. Einzig ein verschossener Elfmeter trübte das mit vielen Sonnenstrahlen ausgestattete Portrait.

Zwei Gründe führten dabei die himmelblauen Farben in die Provinz: Zum einen erlebte die ansässige Metallindustrie seinen 150. Ehrentag und zum anderen - und das bot sich förmlich an - war der FC Karl-Marx-Stadt 26 Jahre zuvor, wir müssen in diesem Fall also das Jahr 1983 schreiben, bei der Platzweihe zu Gast. Das "Werner-Bergmann-Stadion", welches für 3 ermäßigte Euro betreten werden durfte, besitzt eine überschaubare Gegengerade, die aus 4 Stufen besteht, wobei zwei davon mit Bänken versehen sind, auf denen wunderbar Bierchen und Rostbrätel verzehrt werden können; direkt in Höhe der Mittellinie befindet sich außerdem ein - ich denke - extra für die "Ultras Hildburghausen", ein aus 20 Mann bestehender Haufen, der paar Banner und Fähnchen, eine Trommel und ein Megaphon, sowie gecovertes Liedgut präsentierte, eingerichteter Block. Weiterhin meinten die zumeist tätowierten Herren, dass ihre Mannschaft nur aus "Fussballgöttern" bestehen würde. Die Sprache auf dem Feld sagte aber etwas anderes aus. Unter den sicherlich 400 Zuschauern weilten - immerhin - auch 6 Chemnitzer Nasen.

Der endlich wieder in den gewohnten Heimtrikots auflaufende CFC legte einen furiosen Start hin: Bereits nach 3. Minuten lag der Ball in der Kiste von der Eintracht aus "Hibu", Ronny Garbuschewski hatte eine Becker-Flanke am langen Pfosten freistehend einköpfen dürfen. Hildburghausen reagierte darauf aber keineswegs geschockt, sie versuchten mitzuspielen, sie versuchten das schnelle Tempo, welches in der ersten halbe Stunde auf beeindruckende Weise vom Regionalligist bei drückender Schwüle forciert wurde, zu halten - und sie kamen zu, wenn auch eher ungefährlichen, Torchancen, welche aber bei Enrico Keller - er stand zum ersten Mal diese Saison bei einen Testspiel im Kasten - keine Schweißperlen auf der Stirn verursachten. In der 23. Minute erhöhte Andreas Richter nach einer Löwe-Ecke auf 2 zu 0. Besonders auffällig - und das beweisen beide Tore: die zum Teil überfallartig initiierten Spielzüge wurden - größtenteils - über die linke Seite vorgetragen; die rechte Achse - in dem Fall: Nowak und Garbuschewski - funktionierte nur bedingt. Folglich wurde an den jeweiligen "schwächeren" Stelle von einem couragierten Gerd Schädlich zur Pause ausgetauscht: für den blassen Nowak kam Reinhardt, im Sturm ging ein glückloser Hampf für Kellig runter und in der Verteidigung gab es - Thönelt für Wilke - einen Wechsel auf Augenhöhe; komplettiert wurde das Wechselspielchen mit Liebers für Becker.

Die 2. Hälfte begann so, wie die andere endete: mit einem frühen Tor, welches wieder über den linken Flügel entstand. Eine Löwe-Flanke köpfte Marc Benduhn ein. Wenige Zeigerumdrehungen später erhöhte Steffen Kellig, nach Vorlage vom Linksfuß Liebers, auf 4 zu 0. Das Ergebnis wurde langsam aber sicher standesgemäß. Allerdings sollte in den verbleibenden knapp 40 Minuten nur ein weiterer Treffer fallen. Erst schlenzte Kellig, als gefoulter Akteur, einen Strafstoß in die Wolken - und das, obwohl er beim Warmmachen jeden Elfmeter sicher versenkte; das nennt man dann wohl Vorführeffekt, oder so ähnlich - ehe im Anschluss alle Herren dem Tempo Tribut zollen mussten. Für den Schlussakkord und den damit einhergehenden Schlusspfiff sorgte Benduhn.

Auch wenn gegen einen Siebtligisten am Ende nur fünf Tore zu verzeichnen sind, können aus diesem Auftritt durchaus positive Dinge gezogen werden. Die Abwehr scheint mit Richter Stabilität gewonnen haben, so dass Jörg Emmerich mit seiner Ruhe im Mittelfeld für mehr kreative Momente sorgen kann, die dann dem Sturm - unabhängig in welcher Konstellation dieser spielt - zugute kommt. Vom glänzenden Gold - und an dieser Stelle trete ich bewusst auf die Euphoriebremse - sind wir aber nach wie vor entfernt. Allerdings gibt es diverse Ansätze, auf die es lohnt aufzubauen.

CFC-Aufgebot: Keller - Nowak (46. Reinhardt), Richter, Wilke (46. Thönelt), Becker (46. Liebers) - Garbuschewski, Emmerich (63. Vrtelka), Boltze, Löwe (63. C. Lehmann) - Benduhn, Hampf (46. Kellig)

Torfolge: 0:1 Garbuschewski (2.); 0:2 Richter (20.); 0:3 Benduhn (47.); 0:4 Kellig (51.); 0:5 Benduhn (90.)

Zuschauer: ca. 400 Zuschauer im Werner-Bergmann-Stadion


Ein Dankeschön für Bericht, Bilder und Statistik geht an Lenny vom Team cfcfans.de !!


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