Die FCK&CFC-Legendenelf - Teil 5: Die Ersatzbank
13.02.2026, 17:00 Uhr | 262 Aufrufe
Im vorletzten Teil unsere Serie zur Auswertung der Wahl zur Legendenelf soll es heute um die Spieler gehen, die ganz dicht dran waren, ebenfalls in diese Elf zu kommen. Spieler, die sozusagen auf der
"Ersatzbank" Platz nehmen. Viele dieser Kandidaten hätten es hinsichtlich ihrer Verdienste für unseren Club genauso verdient, in der Legendenelf zu stehen.
Torhüter
Antonio Ananiev
07/1998 - 06/2001 · 68 Pflichtspiele für den CFC · Aufsteiger 1999.

Als Antonio Ananiev beim letzten Heimspiel der letzten Saison zu seinem 60. Geburtstag geehrt wurde, brannte tosender Applaus durch die Fischerwiese. Der Bulgare genießt immer noch höchstes Ansehen beim Chemnitzer Publikum. Im Sommer 1998 gekommen, war der bulgarische Nationaltorhüter ein entscheidendes Puzzle in Franke's Aufstiegself, die in der Saison 1998/99 die Nordost-Staffel klar gewann und sich dann in zwei dramatischen Aufstiegsspielen gegen Osnabrück für die zweite Liga qualifizierte. Der bulgarische Bär im Chemnitzer Kasten war dabei ein Garant, dass beim Club ganz oft die Null stand. Unvergessen die über 1000 Minuten ohne Gegentor in dieser Spielzeit.
Im ersten Zweitligajahr absolvierte Ananiev alle Spiele und sorgte mit dafür, dass der CFC die Klasse hielt. Im Jahr darauf, konnte Toni verletzungsgeplagt nur noch die Hälfte der Spiele absolvieren und beendete nach dem Abstieg seine Karriere.
Das Fanpage-Porträt von Toni Ananiev
Die TOP 5 der Torhüter
- Philipp Pentke (630 Stimmen / 28.4%)
- Antonio Ananiev (503 Stimmen / 22.6%)
- Jakub Jakubov (337 Stimmen / 15.2%)
- Holger Hiemann (179 Stimmen / 8.1%)
- Wolfgang Krahnke (162 Stimmen / 7.3%)
- Jens Schmidt (141 Stimmen / 6.3%)
- Daniel Adamczyk (64 Stimmen / 2.9%)
- Manfred Hambeck (46 Stimmen / 2.1%)
- Michael Kompalla (36 Stimmen / 1.6%)
- Jörg Weißflog (21 Stimmen / 0.9%)
Abwehrspieler
Frank Sorge
07/1967 - 08/1981 · 343 Pflichtspiele, 39 Tore für den FCK

Frank Sorge, Spitzname "Eisenfuß" spielte 14 Jahre, von 1967 bis 1981, für den FC Karl-Marx-Stadt. Zunächst als Mittelfeldspieler eingesetzt, wechselte er später in die Verteidigung und wurde durch seinen kompromißlose Spielweise bekannt. 6 Jahre lang, bis zu seinem Ende beim Club, trug er die Kapitänsbinde des FCK.
Das Fanpage-Porträt von Frank Sorge
Robert Zickert
07/2020 - 08/2025 · 136 Pflichtspiele, 6 Tore für den CFC

Bis zum letzten Sommer war Robert Zickert ein unverzichtbarer Eckpfeiler der Mannschaft, auf und neben dem Platz. Dann stoppte eine fiese Krankheit "Zicke", der seine aktive Profikarriere beenden mußte. Wie sehr das Mentalitätsmonster und Führungsspieler Zickert fehlt, merkt man in der aktuellen Saison, wo die Abwehr bei weitem nicht mehr so stark ist, wie noch letzte Saison.
Das Fanpage-Porträt von Robert Zickert
Die TOP 10 der Abwehrspieler
- Jürgen Bähringer (1429 Stimmen / 64.3%)
- Ulf Mehlhorn (1173 Stimmen / 52.8%)
- Chris Löwe (819 Stimmen / 36.9%)
- Torsten Bittermann (651 Stimmen / 29.3%)
- Frank Sorge (526 Stimmen / 23.7%)
- Robert Zickert (508 Stimmen / 22.9%)
- Thomas Laudeley (452 Stimmen / 20.3%)
- Sven Köhler (360 Stimmen / 16.2%)
- Christoph Franke (333 Stimmen / 15.0%)
- Fritz Feister (240 Stimmen / 10.8%)
Mittelfeldspieler
Steffen Heidrich
07/1984 - 06/1993 · 249 Pflichtspiele, 73 Tore für den FCK/CFC · Meisterschaftsdritter 1989, Vizemeister 1990

Steffen Heidrich war einer der torgefährlichsten Mittelfeldspieler, die der Club je hatte. In 249 Partien für den FCK/ CFC zwischen 1984 und 1993 erzielte der gebürtige Beierfelder 73 Treffer für die himmelblauen Farben. Heidrich gehörte zu den jungen Wilden von Hans Meyer, die zur Wendezeit die großen Erfolge erzielten. Am 11. April 1990 durfte Heidrich auch einmal das Nationalmannschaftstrikot überstreifen. Nach seiner Zeit beim FCK durfte Heidrich Erstliga-Luft in Leipzig und Cottbus schnuppern und feierte zwei Aufstiege mit Dynamo Dresden.
Das Fanpage-Porträt von Steffen Heidrich
Tobias Müller
seit 01.07.2018 · 197 Pflichtspiele, 29 Tore für den CFC · Drittliga-Aufsteiger 2019

Tobi Müller ist aus der aktuellen Mannschaft der Spieler, der am längsten beim Verein ist. Im Sommer 2018 kam der heute 32jährige von Viktoria Köln nach Chemnitz und erlebte beim Club so einiges: Abstieg, Aufstieg, Insolvenz, Chaos, Konsolidierung. Eine verläßliche Größe im Mittelfeld war immer Tobias Müller. Seit April 2021 ist er Kapitän der aktuellen Mannschaft.
Das Fanpage-Porträt von Tobias Müller
Die TOP 10 der Mittelfeldspieler
- Michael Ballack (1368 Stimmen / 61.6%)
- Rico Steinmann (1180 Stimmen / 53.1%)
- Joachim Müller (1126 Stimmen / 50.7%)
- Dieter Erler (653 Stimmen / 29.4%)
- Steffen Heidrich (473 Stimmen / 21.3%)
- Tobias Müller (453 Stimmen / 20.4%)
- Ronny Garbuschewski (418 Stimmen / 18.8%)
- Lutz Wienhold (311 Stimmen / 14.0%)
- Dennis Grote (303 Stimmen / 13.6%)
- Olaf Renn (216 Stimmen / 9.7%)
Stürmer
Eberhard Vogel
07/1962 - 06/1970 · 198 Pflichtspiele, 70 Tore für den SCK/FCK · DDR-Meister 1967

Was wäre gewesen, wenn? Diese Frage darf man sich bei Eberhard Vogel bewußt stellen. Was wäre gewesen, wenn der FCK nicht 1970 in die DDR-Liga abgestiegen wäre und der Club seinen herausragenden Stürmer Eberhard Vogel dadurch nicht an den FC Carl-Zeiss Jena verloren hätte? So blieb es mit der DDR-Meisterschaft beim einzigen großen Erfolg des FCK mit Eberhard Vogel. Dessen Karriere wurde groß. 440mal spielte Vogel in der DDR-Oberliga, das bedeutet Bestwert. Mit 188 Treffern ist er zweitbester Torschütze der Oberliga hinter Achim Streich. 74 Länderspiele hat der gebürtige Niederwiesaer auf dem Deckel, war Teil der WM-Mannschaft von 1974. Mit Jena holte er 3 mal den Pokal und stand 1981 unter Hans Meyer im Europapokalfinale. 1969, noch im Dreß des FCK, wurde Eberhard Vogel Fußballer des Jahres in der DDR. Nach seiner aktiven Karriere war Eberhard Vogel Trainer, seine größten Erfolge waren der Gewinn der Junioren Europameisterschaft 1986 und WM-Dritter 1987.
Das Fanpage-Porträt von Eberhard Vogel
Hans Richter
07/1978 - 06/1983 und 07/1987 - 06/1989 · 199 Pflichtspiele, 67 Tore für den SCK/FCK · Meisterschaftsdritter 1989

Hans Richter war einer der herausragenden Stürmer des FCK Ende der 70er bis Anfang der 80er. In dieser Zeit entwickelte sich der gebürtige Olbernhauer zum Nationalspieler. Dreimal hintereinander, zwischen 1980 und 83 war er bester Torschütze der Himmelblauen. Die Mittelmäßigkeit des FCK sorgte 1983 dafür, dass der ehrgeizige Richter zum 1. FC Lok Leipzig wechselte und dort mit seinen Treffern dafür sorgte, dass die Loksche zweimal Pokalsieger wurde und 1987 bis in das EC-Finale der Pokalsieger dampfte. 1987 kehrte Richter zum FCK zurück und wurde auf Anhieb erneut bester Torschütze. Mit dem neuen Coach, Hans Meyer, kam Richter weniger zurecht und im Oktober 1989 flüchtete er über die Prager Botschaft gen Westen. Dort spielte Richter noch zehn Jahre und arbeitete ab 2003 als Trainer. Hans Richter starb am 25. März 2023 im Alter von 63 Jahren.
Das Fanpage-Porträt von Hans Richter
Die TOP 10 der Stürmer
- Anton Fink (1679 Stimmen / 75.6%)
- Daniel Frahn (690 Stimmen / 31.1%)
- Eberhard Vogel (541 Stimmen / 24.3%)
- Hans Richter (391 Stimmen / 17.6%)
- Dejan Bozic (201 Stimmen / 9.0%)
- Eberhard Schuster (117 Stimmen / 5.3%)
- Benjamin Förster (109 Stimmen / 4.9%)
- Manfred Lienemann (85 Stimmen / 3.8%)
- Steffen Kellig (65 Stimmen / 2.9%)
- Ojokojo Torunarigha (50 Stimmen / 2.3%)
Eure Kommentare zur Wahl
Andreas Nebel
Richtig schwierig das alles, ganz speziell Torhüter und Trainer,weil nur EINE Nennung möglich. Da wäre eine Ersatzbank dazu oder 1. - 2. (- 3.) für die einzelnen Positionen leichter gewesen...So bleibt's zwangsläufig ein Stück weit ,ungerecht'. Trotzdem schöne Aktion!
Aklicow
Man könnte noch einige mehr nennen. Ich denke, dass waren alles Leitfiguren und Spieler die Verantwortung innerhalb der Mannschaft übernommen haben. Hans Meyer besitzt eh Kultstatus. Das waren noch Zeiten im Europacup!
Stefan Stein
Ich habe alle ausgewählten auch in den 60 Jahren tatsächlich spielen sehen.
Frieder Neubert
Die älteren Haudegen haben bei mir klar ein Übergewicht. Die waren in ihren Leistungen konstanter, und nicht nach kurzer Zeit wieder weg,
Andreas Zierold
Wahnsinn, was für tolle Spieler in Chemnitz gespielt haben. Und Trainer, die man rausgeschmissen hat, jetzt Bundesliga trainieren. Und traurig, die heutige jämmerliche Mannschaft zu sehen. Man hat es sich in der Regionalliga gemütlich gemacht. Dabei würde der CFC mit diesem Stadion in die 2. Bundesliga gehören.
Callenberger
Mit jedem Jahr mehr, das man bewusst mit unserem Club erlebt hat, wird die Auswahl schwieriger.
Hinter jeden Namen steht für mich eine bestimmte Erinnerung, welche mit großartigen Spielen, Aufstiegen, klasse Leistungen im Zusammenhang stehen. Aber ehrlich auch viele andere Spieler hätten eine Nominierung verdient, auch aus den letzten aktuellen Teams.
dFT
Meine Bank, weil man doch Vielen nicht gerecht wird mit der Auswahl einer Legendenelf:
Pentke - Bittermann, Bähringer, Zickert, Köhler - Heidrich, Garbuschewski, Tobi Müller, Wienhold - H.Richter, Glowatzky - T: Meyer, Schädlich
Eigentlich wäre auch eine dritte Elf noch problemlos füllbar, mit Spielern, die hier deutliche Spuren hinterlassen haben. Ich wünsche unserem Verein, dass wir zum 80. viele weitere, neue, unverzichtbare Namen haben, die dann auch in die erste Legendenelf drängen.
Morgen geht's dann weiter mit den
Trainern der Legendenelf...
» Alle Beiträge zur Wahl der Legendenelf