Rund 600 Zuschauer, davon etwa die Hälfte aus Chemnitz, sahen im windigen Ilburgstadion einen stürmischen Beginn der Himmelblauen. "Wir wollten Chemnitz einen Pokalfight liefern, aber leider war schon nach 3 Minuten alles vorbei.", blickte Eilenburgs Trainer Carsten Hänsel traurig zurück. Im Wesentlichen war es Marc Beduhn, der für den am Schienbein verletzten Kevin Hampf in die Startelf gerückt war, der Hänsel die Laune verdorben hatte. Denn der junge CFC-Angreifer stocherte in Minute 3 nach einer Ecke den Ball ins Netz. Und auch 5 Minuten später versenkte Benduhn das Leder nach Querpass von Becker im Tor (8.). Das 3. Tor erzielt der gut aufgelegte Becker dann selbst. Nach durch Jansen verlängerter Flanke traf Becker ins Eck (16.). "Wir waren von der 1. Minute an hellwach und haben schnell für klare Verhältnisse gesorgt.", freute sich CFC-Trainer Gerd Schädlich über die Anfangsviertelstunde; nicht aber über die restliche Spielzeit. Denn seine Mannschaft sei nach dem 3:0 nicht mehr so zielstrebig, wie er sich das vorstelle, gewesen. Und in der Tat schalteten die Himmelblauen etliche Gänge zurück. War in den ersten 20 Minuten Daueralarm im Eilenburger Strafraum angesagt, versiegte der Angstschweiß von FCE-Torwart Christian Kotzbau dann in der Folgezeit. Chemnitz war nicht mehr so konsequent, verlor oft durch ungenaues Spiel den Ball. Da reihte sich auch der durchspielende Benjamin Boltze ein, der meilenweit von seiner Vorjahresform entfernt ist, aber zumindest Willen zeigte.
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