Spielbericht // Saison 1974/1975

 
FC Karl-Marx-Stadt
FC Karl-Marx-Stadt3:2SG Dynamo Dresden
SG Dynamo Dresden
15. Spieltag - DDR-Oberliga - Saison 1974/1975
Samstag, 01. März 1975, 15:00 Uhr
Dr.-Kurt-Fischer-Stadion, Karl-Marx-Stadt
Zuschauer: 22.000
Schiedsrichter: Prokop (Erfurt)
FC Karl-Marx-StadtTorfolgeSG Dynamo Dresden
T Fichtner
A Wolf
A P. Müller
A Sorge
A Heydel
M Göcke
M J. MüllerGelbe Karte (76. M. Lienemann)
M Rauschenbach
S Ihle
S Schellenberg
S Sachse

Trainer: Erler
1:0 J. Müller (47./Foulelfer)
1:1 Häfner (58.)
2:1 Ihle (72.)
2:2 Schade (81.)
3:2 Sachse (90.)

T Urbanek
A Dörner
A HelmGelbe Karte
A Weber
A WätzlichGelbe Karte
M Häfner
M Ganzera (74. SachseGelbe Karte)
M Schade
S Riedel
S Kotte
S Richter

Trainer: Fritzsch
Pressestimmen

Fuwo

FCK bestätigte seine Fortschritte

Konzentration bis zur letzten Sekunde war gefragt im Karl-Marx-Städter Dr.-Kurt-Fischer-Stadion. Und da hatten die Gastgeber das bessere Ende für sich. Wolfs Freistoß von linksaußen war zentimetergenau, wie von der Sehne schnellte Sachse vor und traf mit seinem Kopfball, reagierten doch weder Torhüter noch die engere Deckung der Dresdner, die damit einen schon sicher geglaubten und auch wohl verdienten Punkt verloren.

Der einsatzstarke Kampf hatte lediglich für etwa zehn Minuten in der zweiten Halbzeit gemildertes Tempo. Was an Athletik geboten wurde, war allen Lobes wert, vor allem auch, weil der Einsatz nach sehr aufgeregtem Beginn sportlich blieb. Im Spielaufbau wirkten die Dresdener dank ihrer tatendurstigen Sturmspitzen Riedel, Kotte und Richter [..], dank Schade im Mittelfeld und zeitweise auch Ganzera wuchtiger, zielstrebiger - und entschlossener im Torschuß. Variantenreicher im weiteren Verlauf dann die Karl-Marx-Städter, weil sich da spielerische und direkte Angriffswirkung aus den hinteren Reihen nachdrücklicher bemerkbar machten und die gegnerische Abwehr mit mehr Überraschungssituationen belastete, als das auf der anderen Seite der Fall war.

Wolfs umfassende Rolle vom Libero bis zum Linksaußen, der einige kreuzgefährliche Eingaben hereinbrachte, Heydels Vorprellen in den Sturm, Rauschenbachs Sicherheit im Mittelfeld und der Mut der jungen Stürmer, sich immer wieder gegen die konsequente, keineswegs zimperliche Dresdener Abwehr zu versuchen, zahlten sich schließlich im Doppelpunktgewinn aus, im gutklassigen Kampf mit einem Kontrahenten, der keineswegs enttäuschte. Der FCK bestätigte wesentliche Fortschritte.

(Otto Pohlmann)

Fuwo

Rubrik: "Spieler des Tages"

Zuverlässig wie immer, so stellte sich der 28-jährige Karl-Marx-Städter Außenverteidiger Peter Müller auch gegen Dynamo Dresden vor. Der gelernte Maschinenbauer und Sportstudent, der 1965 zur DDR-Juniorenauswahl zählte, die das UEFA-Turnier in der BRD gewann, fand am Sonnabend auch noch ausreichend Gelegenheit, modernes Verteidigerspiel, oft und weit in die Dynamo-Hälfte vorstoßend, zu demonstrieren. Eine gutklassige Partie, die sich im Kollektiv des Siegers äußerst positiv auswirkte und völlig zu Recht eine Würdigung an dieser Stelle zur Folge hat.

Trainerstimmen

Dieter Erler (Fuwo)
"Den wieder schlechten Boden muß man im Urteil berücksichtigen. Es war ein gutes Spiel. Wir hatten im Mittelfeld Schwierigkeiten, die Deckungsaufgaben einzuhalten. In der Schlußphase war Wolfs noch stärkere Orientierung auf den Angriff mitentscheidend."

Walter Fritzsch (Fuwo)
"Ich bin mit dem Ergebnis natürlich unzufrieden - nach einem Spiel unserer Mannschaft, das viele gute Seiten bot. Ungenügend das Mittelfeld (Häfner), auch Dörner hatte im Abspiel zu viele Fehler. Zu früh schaltete die Abwehr ab."

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