Spielbericht // Saison 2013/2014

 
VfB Auerbach
VfB Auerbach0:3Chemnitzer FC
Chemnitzer FC
Halbfinale - Sachsenpokal - Saison 2013/2014
Mittwoch, 09. April 2014, 18:30 Uhr
VfB-Stadion, Auerbach
Zuschauer: 1.950
Schiedsrichter: Sather (Grimma)
VfB AuerbachTorfolgeChemnitzer FC
T Dölz
A Hampf
A OtteGelbe Karte
A Vogel
A Dressel
M JedinakGelbe Karte
M Blankenburg (89. Sonntag)
M Wemme (73. BocekGelbe Karte)
M Kötzsch
M Paradies (81. Hoffmann)
S Schuch

Trainer: Richter
0:1 Fink (70.)
0:2 Semmer (79.)
0:3 Fink (90.)

T Pentke
A Scheffel
A Conrad
A Bankert
A Birk
M Stenzel
M HenselGelbe Karte
M Kegel
M Hofrath (85. Pusch)
S Förster (46. Mauersberger/53. Semmer)
S Fink

Trainer: Heine
Spielbericht

Ins Finale gekämpft

Von Erik Büttner

Spielbeginn in Auerbach Der Chemnitzer FC steht zum fünften Mal in Folge im Finale des Sachsenpokals. Auf dem Weg dahin schalteten die Himmelblauen den VfB Auerbach mit 3:0 aus - ein Ergebnis, das klarer klingt als das Spiel war.

Denn vor 1.400 Zuschauern gaben die Hausherren vom Anpfiff an den Ton an. Chemnitz zeigte sich viel zu passiv, leistet sich viele Fehlabspiele und ließ Auerbach damit sein überschaubares Spiel mit langen Bällen auf die schnellen Blankenburg und Schuch machen. Doch auch wenn die Hausherren optisch am Zug waren, brachten sie es nur zu wenig klaren Torchancen. Eine hatte Jedinak im Anschluss an eine Ecke (19.). Zuvor hatte Marcel Hofrath mit einem direkten Freistoß Chemnitz beste Chance (7.). Erst nach reichlich einer halben Stunde gelang es dem CFC die Partie etwas in den Griff zu bekommen. Fußballerisch blieb die Partie jedoch Magerkost.

Zur Pause reagierte CFC-Trainer Karsten Heine dann mit einer lauten Kabinenpredigt und der Auswechslung Benjamin Försters gegen Mauersberger. Der aber konnte nur wenige Minuten wirbeln, eh ihn ein Auerbacher Bein niederstreckte und das Spiel für das Talent vorbei war. Semmer ersetzte den verletzten Mauersberger (53.). Auf dem Spielfeld aber gab weiterhin der Hausherr den Ton an, was CFC-Trainer Heine die Zornesröte ins Gesicht trieb. Weiter blieben aber auch die klaren Chancen aus. Lediglich Paradies brachte mit einem Freistoß Pentke so richtig in Nöte (68.).

Kampfspurenbeseitigung Wie Freistoß richtig geht, zeigte dann Anton Fink dem VfB: Kurz angetippt donnerte er das Leder aus 25m in das rechte obere Toreck zum Jubel der etwa 400 mitgereisten CFC-Fans. Und mit diesem Tor kam Chemnitz dann auch endlich in die Gänge. Zwar wehrte sich Auerbach noch, brachte mit dem Hünen Bocek auch noch mal Offensivkraft, aber es war dann Semmer, der geschickt von Scheffel Torhüter Dölz austanzte und dann zum 2:0 vollstreckte (79.). Mit diesem Treffer war der Regionalligist erlegt. So konnte dann Fink sogar in der Schlussminute völlig allein gelassen noch auf 3:0 erhöhen (90.).

Drei Tore in der Drei-Türme-Stadt Auerbach bringen den CFC also zum 10. Mal in das Finale des Sachsenpokals. Der Sieg fällt am Ende etwas zu hoch aus. Der Ex-Chemnitzer Kevin Hampf kam nach dem Spiel zum Händeschütteln an die Tribüne und resümierte: „Glückwunsch zum Sieg! Allergings hätten wir in Halbzeit 1 ein Tor machen müssen!“ Damit hätten die Vogtländer wohl Chemnitz richtig in die Bredouille gebracht. So aber schlug der Club gnadenlos zu, genau in dem Moment, als Auerbach die letzten Kraftreserven mobilisieren wollte. Im Finale geht es nun gegen den Oberligisten FCO Neugersdorf, der die millionenschwere Mateschitz-Elf aus Leipzig sensationell mit 1:0 besiegen konnte - deren Plan, aufgrund des 2 Ligen tiefer spielenden Gegners auf mehrere Stammkräfte zu verzichten, erwies sich als Reinfall, der vielen sächsischen Fussballfreunden ein vergnügliches Lächeln auf die Lippen zaubern dürfte. Einen vorläufigen Spieltermin gibt es für das Finale aber noch nicht.

Wertung: 3,0 (Mäßiges Spiel, das von der Pokalspannung lebte)

Beste Himmelblaue: Pentke, Fink, Scheffel

Pressestimmen

Bild Chemnitz

DFB-Pokal für Chemnitzer FC greifbar nah

[..] Das 3:0 vor 1400 Zuschauern bei Regionalligist VfB Auerbach war aber für den Sieger lange Zeit mehr Qual als Qualität. Auerbach war sofort aktiv: Die Chancen von Jedinak (18.) und Schuch (22.) konnte CFC-Torwart Pentke aber entschärfen. Seine größte Tat gestatte ihm der Übermut von Blankenburg - der hatte Pentke zweimal trickreich genarrt, die dritte Verarsche war zu viel (22.). Zur Halbzeit freute sich VfB-Manager Volkhardt Kramer (62): „Wir spielen den besseren Fußball, haben die besseren Chancen.“ Hälfte zwei begann schmerzhaft für Chemnitz: Mauersberger kam für Förster, musste aber nach sieben Minuten schon wieder verletzt raus. [..] Trotzdem reichte es zum Sieg! Fink zauberte einen Freistoß über die Mauer - 1:0 (70.). Semmer legte nach Zuspiel von Scheffel nach - 2:0 (79.). Am Ende schlug Fink erneut zum 3:0 (90.) zu. CFC-Sportchef Manfred Kupferschmied (71): „Das Ergebnis ist das Beste daran. Nach dem Freistoß von Fink hatte der VfB wohl den Glauben an das Finale verloren.“ [..]

MDR-Online

CFC bezwingt tapfere Auerbacher

[..] Nach einer kurzen Abtastphase hatten die Gäste aus Chemnitz die erste Gelegenheit durch Hofrath, dessen 30-Meter-Schuss gerade noch von Keeper Dölz pariert werden konnte (7). Auerbach wurde aber mit zunehmender Spieldauer gefährlicher. Ein Schuss von Jedinak zwang CFC-Schlussmann Pentke zur ersten Glanztat (19.). Drei Minuten später fand Blankenburg nach einem misslungenen Lupfer ebenfalls in Pentke seinen Meister. Auerbach dominierte in dieser Phase und war der Führung nahe. Doch nach einer halben Stunde fand Chemnitz wieder ins Spiel zurück, da der VfB nicht mehr so druckvoll agierte. So scheiterte Fink aus 18 Metern nur knapp, als VfB-Torwart Dölz den Ball noch über die Querlatte lenkte (31). [..] Gefährlich wurde es wieder, als Pentke einen Freistoß von Paradies mit dem Knie klärte (68.). Zwei Minuten später die überraschende Führung für Chemnitz, die Fink nach einer Freistoß-Ablage aus 22 Metern erzielte. Auerbach brachte nun mit Bocek einen weiteren Offensivmann. Der Tscheche hatte gleich Pech, als er eine Eingabe von Jedinak nur knapp verpasste (75.). Fünf Minuten später fiel die Entscheidung, nachdem ein misslungener Abschlag von Dölz bei den CFC-Spielern landete und Semmer den Ball aus zehn Metern einnetzte (80.). Danach war die Luft raus. [..]

Vogtland-Sport

VfB Auerbach unterliegt im Pokal-Halbfinale

[..] CFC-Trainer setzte mit Beginn des zweiten Durchgangs auf einen Wechsel im Angriff. Für Förster kam Mauersberger ins Spiel. Der jedoch musste nach nur sieben Minuten verletzt wieder runter, nun musste Semmer ran. Ohne große Höhepunkte ging es weiter. "Nur nicht den ersten Fehler machen", lautete das Motto beider Mannschaften. Die Defensivreihen hatten alles im Griff. Was dann helfen kann, sind Standards. Paradies schlug einen Freistoß vor das Chemnitzer Tor, Pentke wehrte ab (68.). Auf der Gegenseite machte es der CFC besser: Hofrath legte auf Fink ab, und der traf aus 22 Metern zum 1:0 für die Gäste (70.). VfB-Trainer Andreas Richter, brachte Bocek für Wemme. Und fast hätte der lange Tscheche postwendend für den Ausgleich gesorgt, kam aber bei einer Eingabe von Jedinak einen Schritt zu spät. Für die Entscheidung sorgte Semmer zehn Minuten vor Schluss, als er nach einem Abschlag von Dölz an den Ball kam, den Keeper ausspielte und einnetzte - 0:2 (80.). Danach war die Luft raus aus diesem Spiel und besonders beim VfB Auerbach. [..]

Spielerstimmen

Steffen Vogel (VfB-Kapitän) in der Freien Presse:
"Die Enttäuschung ist im Moment natürlich groß. Erst ein Traumtor hat Chemnitz auf die Siegerstraße gebracht. Wir waren bis dahin mindestens gleichwertig, aber uns hat die Konsequenz im Abschluss gefehlt. Nach dem Rückstand war dann auch der Glaube weg."

Trainerstimmen

Andreas Richter (VfB) bei MDR-Online:
"Die erste Halbzeit war in Ordnung, obwohl wir die ersten Minuten zu ruhig agierten. Das hatten wir so nicht besprochen. Ich habe danach die absolute Torgeilheit vermisst. Fink hat es vorgemacht wie es geht. Er hat einfach draufgehalten und das Tor gemacht. In der zweiten Hälfte hat mir auch die letzte Überzeugung gefehlt, denn wir haben das Spiel so dahinplätschern lassen. Dass Chemnitz Tore aus dem Nichts schießen kann, wussten wir bereits davor. Nach dem 0:1 habe ich noch an den Sieg geglaubt, doch mit dem 0:2 war die Moral gebrochen."

Karsten Heine (CFC) bei MDR-Online:
"Es sah lange nicht so aus, als ob das Spiel ein so klares Ende finden würde. In der ersten Halbzeit hatten wir eine Torchance - ansonsten war die Laufbereitschaft und die Zweikampfführung zu wenig. Das hatte zur Folge, dass Auerbach einige verheißungsvolle Aktionen hatte. Pentke hielt uns mit guten Paraden im Spiel. In der zweiten Hälfte haben wir versucht, dies zu korrigieren und sind anders aufgetreten. Das 1:0 hat den Auerbacher Elan gebrochen. Im Finale haben wir den Sieg selbst in der Hand, aber gegen Neugersdorf wird es sicher nicht einfach."

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