Saison 2019/2020
CFC / 3. Liga



 
1. FC Kaiserslautern
1. FC Kaiserslautern2:0Chemnitzer FC
Chemnitzer FC
32. Spieltag - 3. Liga - Saison 2019/2020
Samstag, 13. Juni 2020, 14:00 Uhr
Fritz-Walter-Stadion, Kaiserslautern
Schiedsrichter: Fritsch (Mainz)
1. FC KaiserslauternTorfolgeChemnitzer FC
T Grill
A Schad
A Kraus
A Sickinger
A Hercher
M Bakhat (72. Starke)
M Ciftci
M Zuck
S Kühlwetter (87. Morabet)
S Pick (72. Bergmann)
S Thiele (63. Röser)

Trainer: Schommers
1:0 Röser (66.)
2:0 Starke (76.)

Besondere Vorkommnisse:
Geisterspiel wegen Corona-Auflagen
Hosiner verschießt Foulelfer (39.)

T Jakubov
A Sirigu
A Reddemann
A Hoheneder
A Itter (82. Maloney)
M Tallig
M Langer
M Tuma (82. Oesterhelweg)
M T. MüllerGelbe Karte (70. Sturm)
S Bonga (72. Krebs)
S Hosiner (63. Bozic)

Trainer: Glöckner
Spielbericht

Auf Abstiegskurs: Himmelblaue verlieren in Kaiserslautern!

Von Lenny

Der Chemnitzer FC steht nach dem 32. Spieltag wieder auf einem Abstiegsplatz. Vorausgegangen waren diesem Punktgewinne von Halle und Zwickau. Der Chemnitzer FC unterlag zudem dem 1. FC Kaiserslautern mit 0:2. Im legendären Fritz-Walter-Stadion trafen für die "Roten Teufel" Röser und Starke. In der ersten Halbzeit hatte Hosiner seinen ersten Elfmeter in dieser Saison vergeben.

Ausfall der Top-Vorlagengeber

1. FC Kaiserlautern - CFC 2:0Bei der 0:1-Heimniederlage unter der Woche fingen sich die beiden besten Vorlagengeber des CFC - Milde und Garcia - jeweils ihre fünfte gelbe Karte ein. Ersetzt wurde diese von Itter und Müller. Außerdem fehlten Bohl und Blumberg. Beide beklagen aufgrund der enormen Belastung muskuläre Probleme. Tallig - mit sechs Treffern zweitbester CFC-Torschütze - unterstütze Toptorjäger Hosiner im Angriff und war zudem für die Standardsituationen verantwortlich. Jedoch schaffte es der 20-Jährige leider nicht via Eckbälle und Freistoß für Gefahr zu sorgen. Vor der Corona-Pause war das noch die große Stärke der Himmelblauen; erinnert seien an die tollen 1:0-Heimsiege gegen die zweite Mannschaft des FC Bayern München und die Spielvereinigung Unterhaching.

Hosiner außer Form und nicht Rand und Band

Die Krise des CFC trägt ein Gesicht, das von Philipp Hosiner, der nach wie vor auf der Suche nach seiner alten Form und Treffsicherheit ist. Gegen den 1. FC Kaiserlautern erhielt er in der 39. Minute die Möglichkeit, seine Torflaute endlich zu beenden. Itter wurde im Strafraum von den Beinen geholt. Hatte der CFC in den vergangenen Spielen mehrfach Pech bei Elfmeterentscheidung, zeigte diesmal Schiedsrichter Tobias Fritsch auf den Punkt. Hosiner, der bis dato alle seine sieben Strafstöße sicher verwandelte, nahm sich den Ball, legte sich diesen zurecht und stand vor der leeren Kurve, wo sonst tausende Lauterer Fans, Ultras, Kutten und Hools stehen. Der Pfiff ertönt und der Österreicher lässt sich Zeit, viel Zeit. Er trippelt, läuft an - und rutscht weg! Er. Rutscht. Weg. Unglaublich bitter, aber irgendwie symptomatisch in der aktuellen, wahnsinnigen Situation.

CFC trat konzentriert und formverbessert auf

1. FC Kaiserlautern - CFC 2:0Wir drehen die Uhr zurück, auf Anfang, zum Anpfiff. So traten die himmelblauen Kicker formverbessert auf und hielten couragiert und fair dagegen, verhinderten zudem, dass sich der torgefährliche Drei-Mann-Sturm der Gastgeber um Kühlwetter (12 Treffer), Florian Pick (11 Treffer) und Thiele (9 Treffer)´entfalten kann. Die erste Chance der Partie hatte Hosiner, der eine Situation gut antizipierte, aber die Unstimmigkeit in der Lauterer Verteidigung allerdings nicht ausnutzen konnte. Der FCK aus der Pfalz wiederum ließ den Ball laufen und spielte flink nach vorn. Der Zielpass kam jedoch selten an, da im letzten Augenblick immer ein himmelblaues Bein klärte. Unmittelbar vor der Pause kam der FCK noch zweimal vor das Tor von Jakubov, der bis dato einen ruhigen Nachmittag verlebte.

"Roten Teufel" stürmen und siegen

Das Spielgeschehen änderte sich nach dem Seitenwechsel. Die Lauterer latschten sofort aufs Gaspedal und drückten vehement auf den Führungstreffer. Ins Zentrum des Geschehens rückte folglich zusehend Jakubov, der als erstes von Bakhat geprüft wurde. Beim folgenden Eckball kratzte der himmelblaue Schlussmann als nächstes einen Hercher-Kopfball überragend von der Linie. Beim Schuss von Kühlwetter, der kurze Zeit später knapp am langen Pfosten vorbeiging, wäre er indes chancenlos gewesen. Und es ging weiter, die FCK-Kicker schossen aus allen Lagen! Für Entlastung sorgte kurzzeitig ein Itter-Schuss, der abgefälscht und knapp neben dem Tor landete.

Lautern-Coach Schommers wechselt Sieg ein

Nach einer Stunde war der unglückliche Arbeitstag von Hosiner beendet, für ihn kam Bozic. Die Hausherren brachten Röser - und dieser schlug in der 66. Minute nach mustergültigem Zuspiel von Kühlwetter zu und erzielte mit seinem zweiten Saisontor die verdiente Führung. Wie schon gegen den FC Ingolstadt traf erneut ein ehemaliger Kicker der SG Dynamo Dresden gegen den CFC. Dieser antwortete prompt mit einem Bozic-Kopfball, der aber pariert werden konnte. Zehn Minuten nach dem Führungstreffer traf der ebenfalls eingewechselte Starke nach sehenswertem Konter. Das Spiel war damit entschieden.

Der Chemnitzer verliert mit 0:2 beim 1. FC Kaiserslautern - und damit das vierte von fünf Spielen nach dem Re-Start. Zum dritten Mal blieben die Glöckner-Schützlinge dabei ohne eigenen Torerfolg.

Verlieren im Sechs-Punkte-Spiel verboten

Am kommenden Dienstag steht im "Stadion - An der Gellertstraße" das Sechs-Punkte-Spiel im Kampf um den Klassenerhalt an. 19 Uhr ertönt der Anpfiff gegen Preußen Münster. Zwischen beiden Teams liegen aktuell nur zwei Zähler. Das Hinspiel endete 3:3-Unentschieden.

Wertung: 4,0

Beste Himmelblaue: Jakubov, Itter


Spielerstimmen

Niklas Hoheneder (CFC) bei mdr.de:
"Wir haben hier heute am Ende ein ordentliches Spiel gemacht. Vor allem die erste Halbzeit war sehr konzentriert und wir wären sehr gerne mit dem Elfmeter in Führung gegangen. Der FCK hat es jedoch auch nicht gerade schlecht gemacht und hat uns eiskalt ausgekontert. Die Kräfte bei uns wurden immer geringer und wir konnten leider nichts mehr entgegensetzen."

Trainerstimmen

Patrick Glöckner (CFC) bei mdr.de:
"Ich hatte ein bisschen gehofft, dass wir mit dem Elfmeter die Wende reinbekommen. Das war dann leider nicht der Fall. Wir dürfen die Partie hier dennoch nicht 0:2 verlieren, denn auch wir hatten gute Chancen. Aber die hätten wir halt vergolden müssen. Als Team war das heute dennoch eine gute kämpferische Leistung. Irgendwann muss dann wieder der Ball über die Linie, daran arbeiten wir."

Boris Schommers (1. FCK) bei mdr.de:
"In der ersten Halbzeit haben wir geduldig gespielt und uns ein paar freie Räume erarbeitet. Gott sei Dank verschießt der CFC seinen Elfmeter, das hätte das Siel komplett auf den Kopf gedreht. Im zweiten Abschnitt wussten wir, dass die Räume größer werden und haben diese dann konsequent ausgenutzt. Es ist schön, dass unser Kader so breit und qualitativ aufgestellt ist."

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