Saison 2019/2020
CFC / 3. Liga



 
Chemnitzer FC
Chemnitzer FC1:0SC Preußen Münster
SC Preußen Münster
33. Spieltag - 3. Liga - Saison 2019/2020
Dienstag, 16. Juni 2020, 19:00 Uhr
Fischerwiese, Chemnitz
Schiedsrichter: Hanslbauer (Altenberg)
Chemnitzer FCTorfolgeSC Preußen Münster
T Jakubov
A Maloney
A Hoheneder
A ReddemannGelbe Karte
M ItterGelbe Karte
M Tallig (68. Langer)
M T. MüllerGelbe Karte
M Sirigu (68. Milde)
S Sturm (46. Bonga)
S Garcia (68. Bozic)
S HosinerGelbe Karte

Trainer: Glöckner
1:0 Scherder (90./Eigentor)

Besondere Vorkommnisse:
Geisterspiel wegen Corona-Auflagen

T Schulze Niehues
A Steuer
A Erdogan
A Scherder
M Schauerte
M Rodrigues PiresGelbe Karte (68. Grodowski)
M MörschelGelbe Karte
M Rossipal
S Özcan (57. Cueto)
S Königs (68. Wagner)
S Litka (57. Schnellbacher)

Trainer: Hildmann
Spielbericht

CFC profitiert von Simons Eigentor

Von jb

Die Bedeutung dieses Spiels war allen bewusst. Neben der engen Tabellenkonstellation gab es da natürlich auch den gegenläufigen Trend der beiden Kontrahenten. Bei der Ankunft am Stadion wurde die Mannschaft von einer Abordnung der Fanszene begrüßt. Die etwa 30 Leute wollten den Jungs noch einen aufmunternden Motivationsschub mit auf den Rasen geben. Im Stadion flimmerte dann als weitere Motivation noch eine Grußbotschaft der Frauen und Kinder der himmelblauen Kicker von der Videowand.

CFC - SC Preußen Münster 1:0Wie angekündigt wartete Patrick Glöckner sowohl mit personellen Wechseln als auch einer geänderten Taktik auf. Gespielt wurde 3-4-3 bzw. 5-4-1, womit der CFC unter Horst Steffen ja eher keine guten Erfahrungen sammelte. Maloney in der defensiven 3er-Kette, Garcia und Sturm als Rechtsaußen rückten neu in die Startelf für Langer Tuma und Bonga.
Der CFC begann konzentriert und strahlte durchaus unerwartet ein gewisses Selbstbewusstsein aus. Die erste Chance hatte Müller (6.), dessen Schuss zur Ecke abgefälscht wurde. Dann spielte sich das Geschehen im Wesentlichen in der Hälfte der Gäste ab, ohne für weitere Gefahr zu sorgen. Es dauerte bis zur 19 Minute, ehe Münster überhaupt das erste Mal im Strafraum des CFC auftauchte. Ab da waren die Spielanteile etwas ausgeglichener, aber weiterhin mit Vorteilen für die Himmelblauen.
Die nächste Chance hatte dann Garcia mit einem Freistoß aus knapp 20 m, welcher vom Torwart noch um den Pfosten gelenkt wurde (28.). Schrecksekunde dann kurz vor der Pause, Maloney will einen Ball zu Jakubov abtropfen lassen, der aber schon weit aus seinem Kasten ist um den Ball aufzunehmen. Zum Glück hatte Maloney den Ball so gespielt, dass es nur die erste Ecke für Münster gab.

Nach der Pause durfte Bonga für Sturm ran, der zwar viel ackerte aber keine großen Akzente setzen konnte. Das Spiel nahm dann erst Mal den gleichen Verlauf wie in HZ 1, und in der 52. Minute musste der Gästetorwart bei einem abgefälschten Schuss von Bonga auch mal wieder einen Ball fangen. Keine Großchance, aber immerhin.
Nach einer guten Stunde die nächsten Versuche, Hosiners Kopfball geht jedoch über das Gebälk und der Fernschuss von Müller landet in den Armen des Torwarts. Nach 64 Minuten musste sich dann plötzlich Jakubov auszeichnen. Mit seiner ersten und einzigen wirklichen Parade im Spiel kratze er einen strammen Schuss des eingewechselten Cueto gerade noch um den Pfosten.
CFC - SC Preußen Münster 1:0 In der 68. Minute gab es dann einen dreifachen Wechsel: Garcia, Tallig und Sirigu gingen vom Platz, Milde, Langer und Bozic (spielte tatsächlich einen Linksaußen) kamen ins Spiel. Dem Spielfluss tat es keinen Abbruch, der CFC weiter bestimmend und mit Bällen in und um den Münsteraner Strafraum, ohne dabei Gefahr zu erzeugen. Es dauerte bis zur 85. Minute, als Bonga mal mit dem Ball am Fuß die Linie entlangspurtete und von der Grundlinie in die Mitte passte. Die Eingabe kommt auf Bozic am kurzen Pfosten, aber Scherder kann den Ball noch zur Ecke grätschen.

In der 89. Minute leitet Itter dann einen Angriff aus der eigenen Hälfte ein. Über Hosiner und Müller landet der Ball Links bei Milde, dessen Zuspiel in den Strafraum wieder bei Itter landet, der plötzlich am Elfmeterpunkt auftaucht. Sein Schussversuch eigentlich auf dem Weg ins Toraus, als Simon Scherder irgendwie seinen Kopf in die Flugbahn hält und den Ball über seinen Torwart ins eigene Netz beförderte (90.). Bitte für die Gäste, Jubelstimmung bei den Himmelblauen! Kurz darauf war Schluss und die Erleichterung allen anzumerken.

Fazit: glücklich aber verdient. Der CFC mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung in Summe etwas besser als die Gäste. Mit wenigen Chancen, aber vor allem ohne entscheidende Fehler in der Defensive. Das späte, kuriose Eigentor ist so eine Art Ausgleich für den vergeigten Elfer im letzten Spiel.

Wertung: 2,5

Beste Himmelblaue: Itter, Maloney, Reddemann


Trainerstimmen

Sascha Hildmann (SCP) bei mdr.de:
"Es ist natürlich sehr bitter, wenn man durch ein Eigentor, dass zwei Minuten vor Schluss fällt, verliert. Wir müssen diesen Nackenschlag wegstecken und müssen den Kopf weiter in den Wind halten. Die erste Halbzeit war richtig zäh. Das war von beiden Seiten nicht gut. In der 2. Halbzeit wurde es dann offener. Mit dem 0:0 hätten wir dann leben können."

Patrick Glöckner (CFC) bei mdr.de:
"In den vergangenen Wochen hatten wir das Glück nicht auf unserer Seite. Heute haben wir es erzwungen. Wir waren diszipliniert bis zum Ende, auch wenn wir viel Respekt hatten. Aber der Ausgang ist entscheidend, alles andere zählt heute nicht."

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