Saison 2019/2020
CFC / 3. Liga



 
FC Würzburger Kickers
FC Würzburger Kickers3:0Chemnitzer FC
Chemnitzer FC
34. Spieltag - 3. Liga - Saison 2019/2020
Freitag, 19. Juni 2020, 19:00 Uhr
flyeralarm Arena, Würzburg
Schiedsrichter: Haslberger (St. Wolfgang)
FC Würzburger KickersTorfolgeChemnitzer FC
T Müller
A Ronstadt
A Hägele
A Schuppan
A Kwadwo
M Hemmerich
M Rhein
M HoffmannGelbe Karte
M Herrmann (61. Vrenezi)
S Baumann (61. Breunig)
S Pfeiffer (67. Gnaase)

Trainer: Schiele
1:0 Pfeiffer (50.)
2:0 Baumann (53.)
3:0 Breunig (73.)

Besondere Vorkommnisse:
Gelb-Rote Karte für Glöckner (30.)
Gelb-Rote Karte für Maloney (32.)
Geisterspiel wegen Corona-Auflagen

T Jakubov
A Itter
A Hoheneder
A Schoppenhauer
M MaloneyGelbrote Karte
M Tallig
M Bohl
M Milde
S Tuma (46. Bonga)
S Bozic (57. Campulka)
S Garcia (84. Sturm)

Trainer: Glöckner
Spielbericht

CFC verliert Spiel, Glöckner und Maloney

Von Lenny

Der Chemnitzer FC hat gegen die Würzburger Kickers eine erwartbare Niederlage kassiert. Gegen den Aufstiegsaspiranten aus der Weltkulturerbenstadt unterlagen die Himmelblauen mit 0:3. Alle Kickers-Treffer fielen nach dem Seitenwechsel. Grund dafür war der unter anderem auch der Platzverweis von Maloney in der 32. Minute. Nach seinem dritten Foul erhielt der vom 1. FC Union Berlin ausgeliehene Defensivspieler von Schiedsrichter Wolfgang Haselberger aus dem bayerischen Sankt Wolfgang die Ampelkarte. Zwei Minuten zuvor wurde diese Ehre bereits CFC-Coach Glöckner zuteil, der mit den fragwürdigen Schiedsrichterentscheidung keineswegs einverstanden war und auf fehlendes Fingerspitzengefühl hinwies.
Würzburger Kickers - CFC 3:0 Dessen ungeachtet hätte der CFC das Duell mit den Rothosen aber niemals mit einem Punktgewinn beendet. Zu überlegen trat der Gastgeber - und das auch schon vor dem Platzverweis - auf.

Fünf Wechsel & Hosiner auf der Bank

Im zweiten von sechs Endspielen um den Klassenverbleib veränderte Glöckner sein Team auf insgesamt fünf Positionen. Aufgrund von Gelbsperren mussten Reddemann und Tobias Müller ersetzt werden. Neben Kapitän Hohenender erwischte Schoppenhauer, der bei seinem Ex-Verein, für den er von 2014 bis 2017 spielte, in der Innenverteidigung einen rabenschwarzen Tag. Höhenpunkt war der unbedrängte Fehlpass vor dem dritten Treffer der Gastgeber. Im defensiven Mittelfeld stellte sich Bohl in den Dienst der Mannschaft, jedoch merkte man dem Malocher nach seinen muskulären Problemen deutlich an, dass er noch nicht bei vollen Kräften ist. Er ackerte, vor allem erfolgos. Weiterhin erhielt Tuma den Vorzug gegenüber Sturm. Doch weder Tuma in der ersten noch der für ihn zur Pause eingewechselte Bonga konnten Akzente setzen. Milde, der für Sirigu spielte, blieb ebenso blass. Bozic, der überraschenderweise Top-Torjäger Hosiner auf die Bank verwies, hatte immerhin eine Torchance, ansonsten hing er im defensiven 5-4-1 gegen die torhungrigen Kickers in der Luft.

Keine Chance gegen die Kickers & Schiedsrichter

Würzburger Kickers - CFC 3:0Die Platzbesitzer begannen druckvoll und hatten nach drei Minuten ihre erste Chance. Nach einem Eckball kam Pfeiffer zum Abschluss, dessen Schuss von Garcia auf der Linie geklärt werden konnte. Zehn Minuten später tauchte Pfeiffer erneut vor dem Kasten von Jakubov auf, jedoch verzog er diesmal. Die Himmelblauen wollten gezielt Nadelstiche setzen - und der erste, zugleich der einzige, gehörte Bozic, der sich in der 17. Minute gut durchtankte, aber am Schlussmann scheiterte.

Nach einer halben Stunde wurde es auf einmal turbulent: Maloney, der in der Anfangsphase bereits verwarnt wurde, beging ein Foul, mit dem CFC-Coach Glöckner nicht einverstanden war. Das zeigte er Schiedsrichter Haselberger, in dem er erst den Ball wegschoss und anschließend applaudierte. Dieser bewertete beides mit einer gelben Karte und schickte infolgedessen Glöckner auf die Tribüne - eine sehr harte Entscheidung!

Zwei Minuten war Maloney dann an der Reihe, der nach wiederholtem Foulspiel ebenfalls die Ampelkarte sah. Bis zur Pause kreierten die Kickers noch zwei gefährliche Möglichkeiten. In der 37. Minute musste Jakubov gegen Baumann sein Können unter Beweis stellen, zwei Minuten später produzierte Schoppenhauer erneut einen Fehlpass, den aber weder Baumann noch Pfeiffer zu nutzen wussten.

So steigt die CFC-GmbH ab

Die zweite Halbzeit ist schnell erzählt, denn es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis die Kickers in Führung gehen. Dass das bereits nach 50. Minuten gelang, war dann doch etwas überraschend. Erst köpfte Pfeiffer eine mustergültige Flanke von Ronstadt zur Führung ein, drei Minuten später erhöhte Baumann nach Vorlage von Rhein auf 2:0. Das Spiel war damit entschieden. Die Würzburger schalteten daraufhin mindestens einen Gang zurück, die Lust, weitere Tore zu erzielen, blieb aber: In der 73. Minute nutzte der eingewechselte Breunig einen Schoppenhauer-Patzer zum 3:0-Endstand aus.

Abstiegs-Endspiel in Zwickau

Während die Himmelblauen nach wie vor in akuter Abstiegsnot schweben, dürfen die Rothosen weiterhin vom Aufstieg in die 2. Bundesliga träumen. Am kommenden Dienstag geht es in die vierte englische Woche. Mit der Eintracht aus Braunschweig gastiert ein weiterer Aufstiegsaspirant im "Stadion - An der Gellertstraße". Anpfiff zu dieser Partie ist 19 Uhr.

Ich lege mich an dieser Stelle schon jetzt fest, dass das Abstiegs-Endspiel beim FSV Zwickau stattfinden wird. Wer dort siegt, hält die Klasse.

Wertung: 4,5


Pressestimmen

ig-schiedsrichter.de

Schiedsrichter ohne Not im Mittelpunkt

[..] So nach etwa einer halben Stunde stand plötzlich völlig ohne Not Wolfgang Haslberger im Mittelpunkt des Geschehens. Erst zeigte er CFC-Coach Glöckner nach einem eingeschlagenen Ball Gelb und kurz drauf meckerte er Coach über seine Entscheidungen und er gab ihm Gelb/Rot. Haslberger gilt als ein sehr kartenfreudiger Schiedsrichter aber diese Entscheidung war etwas überzeugen. Mit ein wenig mehr Kommunikation, hätte man das lösen können. Kurz drauf gab Haslberger das zweite Mal Gelb/Rot für den früh verwarnten Chemnitz Maloney nach einem Luftkampf auf Höhe der Mittellinie. Das ist ein Foul, aber Gelb/Rot hätte man auch mit einer letzten Ermahnung vermeiden können. Das kann man schon alles so entscheiden, aber es ist total überhart und hat in keinsterweise nicht zum Spiel gepasst. So nahm er entscheidenden Einfluss auf die Partie. Wie man sich in den Mittelpunkt stellen kann und nur darauf zu warten, dass man jemanden runter stellen kann, entzieht sich meiner Kenntnis. Der DFB hat sich in keinsterweise einen Gefallen getan Schiedsrichter innerhalb ihren Landesverbandes anzusetzen. Scheinbar fehlt manchen an Neutralität! So stand Haslberger völlig unnötig im Mittelpunkt eines fairen Spiels und zog durch diese Entscheidungen immer mehr den Unmut auf sich. Dem Unparteiischen ist es in dieser Phase nicht gelungen, die völlige Spielkontrolle herzustellen und entsprechend die Wellen höher schlagen zu lassen. Er trat den Chemnitzern mit einer gehörigen Arroganz auf und lächelte nach den Platzverweisen. [..]

Spielerstimmen

Pascal Itter (CFC) bei mdr.de:
"In der ersten Aktion, die eine Schlüsselszene war, werden wir hier verdonnert zu zehn Mann. Das war eine absolute Frechheit. Da sind wir sehr benachteiligt worden. Wir waren gut im Spiel, haben ein gutes Auswärtsspiel gemacht, waren sehr gallig in den Zweikämpfen. Der Schiedsrichter hat mit zweierlei Maß gemessen. Gegen die spielstarke Mannschaft haben wir in der zweiten Halbzeit alles versucht, sind gerannt und haben gekämpft. Aber mehr war nicht drin."

Trainerstimmen

Patrick Glöckner (CFC) bei mdr.de:
"Wenn wir die ersten 30 Minuten nehmen, da sind wir sehr gut ins Spiel reingekommen. Es war ein offenes Spiel, wir hatten gute Aktionen. Doch dann kommen Schiedsrichterentscheidungen zutage, die meiner Meinung nach absolut falsch waren. Die Gelbe Karte habe ich bekommen, weil ich gesagt habe, dass ich in der Situation ein Foul gesehen habe. Dass ich Gelb-Rot sehe, weil ich dem Linienrichter applaudiert habe, muss vielleicht nicht sein. Aber: Das ist Abstiegskampf, da sind Emotionen drin. Da braucht man Fingerspitzengefühl und muss vielleicht auch über bestimmte Situationen hinwegsehen. Der Linienrichter war überhaupt nicht zugänglich. Normalerweise bin ich sehr nett und komme mit jedem Schiedsrichtergespann aus. Aber heute war das überhaupt nicht möglich. Man sieht einfach, dass die Schiedsrichter aus den Regionen kommen und nicht wie sonst im Wettbewerb von außerhalb. Die Karten für Lennard Maloney waren für mich auch nicht gelbwürdig. Sein Gegenspieler sagt auch, dass das keine Karten waren. Bei Gelb-Rot muss schon eine Absicht dahinter sein. Der Platzverweis war der absolute Knackpunkt im Spiel. Wenn Du alle drei Tage spielst, kannst Du nicht mit zehn Mann hier in Würzburg bestehen. Wenn das Schiedsrichtergespann nicht das Gespür hat für die Situation, muss es sich einen anderen Job suchen."

Michael Schiele (Würzburg) bei mdr.de:
"Wir sind zufrieden, wir haben 3:0 gewonnen. Es ist viel in unsere Richtung gelaufen, auch mit dem Platzverweis. Aber auch der Sieg wäre auch ohne den Platzverweis möglich gewesen. Wir haben den Gegner weit vom Tor weg gehalten. Wir haben viele Chancen herausgespielt. Wir dürfen nicht 0:0 in die Halbzeit gehen. Wir hatten da schon mehrere Hundertprozentige. In der zweiten Halbzeit haben wir dann mehr Ruhe gehabt, auch im Ballbesitz. Der Gegner hat sich sehr weit hinten reingestellt und auch mit Fünferkette gespielt. Der Doppelpack war ein schöner Dosenöffner. Da haben wir dem Gegner den Zahn gezogen."

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