Spielbericht // Saison 2004/2005

 
Wuppertaler SV
Wuppertaler SV1:0Chemnitzer FC
Chemnitzer FC
27. Spieltag - Regionalliga Nord - Saison 2004/2005
Mittwoch, 23. März 2005, 19:30 Uhr
Stadion am Zoo, Wuppertal
Zuschauer: 3.234
Schiedsrichter: Henschel (Braunschweig)
Wuppertaler SVTorfolgeChemnitzer FC
T Maly
A Wiwerink
A Mehnert
A Reckert
A Stuckmann
M Narewsky
M Bayertz (84. Heinzmann)
M Pfingsten
M Tavarez (78. Bach)
M Gensler (69. Kohout)
S Ebersbach

Trainer: Fuchs
1:0 Stuckmann (31.)

Besondere Vorkommnisse:
Klömich hält Elfer von Bayertz (64.)

T Klömich
A StarkRote Karte
A Ahlf
A Gillert (62. Lenk)
A Kanitz (74. Göhlert)
M  MehlhornGelbe Karte
M Meyer
M Okeke
M DevoliGelbe Karte
S Fillinger (74. Schindler)
S Pinto

Trainer: Demuth
Spielbericht

CFC-Endspurt in Unterzahl brachte nichts ein

Von Mirko Hofmann

Nach langer Zeit sollte ich nun endlich wieder Fußball erleben. Mein Job und der Spielausfall wollten es, dass das Spiel gegen Münster das letzte war, welches ich gesehen hatte. Inzwischen war beim CFC viel passiert. Mit neuem Trainer hatte man nicht so schlecht gespielt und zweimal gewonnen. Also machte ich mir Hoffnung, dass in Wuppertal vielleicht etwas gehen könnte. Leider wurde ich eines Besseren belehrt. Bereits in der 3. Minute musste Sebastian Klömich, der beste Mann an diesem Tag auf Seiten des CFC, eingreifen. Der Versuch einer Abseitsfalle misslang und plötzlich waren vier Wuppertaler vor ihm frei. Danach begann auch der Club mit dem Spiel. Von der 6. bis zur 10. Minute gab es gleich 4 Ecken, jedoch ohne erwähnenswerten Abschluss. Der WSV versuchte mit langen Bällen unsere Abwehr zu überflanken und kam immer wieder gefährlich in Tornähe. Ab Mitte der ersten Halbzeit hatte der CFC etwas mehr vom Spiel, aber die Feldüberlegenheit führte bisher zu noch keiner echten Torchance. Besonders Sebastian Meyer mühte sich in dieser Zeit. Plötzlich, aus dem Nichts, fiel dann das 1:0 für Wuppertal. Ein Freistoß von der linken Seite, die Abwehr schläft, Stuckmann ist frei vor Klömich und muss nur einköpfen. Zwei Minuten später die Ausgleichchance durch Pinto, aber Maly pariert den Kopfball. Eine weitere Chance vergab Fillinger in der 37. Minute. Nach einem weiten Ball geht er allein auf den Wuppertaler Torwart zu, den Schuss kann man eigentlich nicht so nennen. Bis zur Pause passierte nicht mehr viel.

Die 2. Halbzeit begann ziemlich zäh. Eigentlich hatte ich mir die Mannschaft jetzt kämpferischer gewünscht. Es dauerte aber bis zur 59. Minute, ehe der CFC wieder eine Chance hatte. Fillinger zögert erst, nimmt dann aber 2 Wuppertaler aus und schießt mit links Maly in die Hände. Gleich danach bekommt Okeke den Ball von Kanitz, schießt aber drüber. Mitten in unserer Druckphase ein Konter des WSV über Tavarez, der legt quer auf Ebersbach, dieser geht an Klömi vorbei und schießt aufs Tor. Dort steht Stark auf der Linie und klärt. Die ca. 100 Gästefans jubelten - von uns aus war das Handspiel schlecht zu erkennen. Der Schiedsrichter war sich aber sicher. Natürlich bekommt Stark die Rote Karte und der Gegner einen Elfmeter (64.). Den von Bayertz geschossenen Elfer kann Klömich sicher abwehren. Mit dieser Parade hält er den CFC im Spiel. Endlich scheint die Mannschaft richtig wach zu sein und erspielt sich noch einige Chancen. Pinto mit Fallrückzieher (74.); etwas später kommt der Ball vors Tor, aber keiner kommt ran (78.) oder Schindler, der die Flanke von Meyer aus 8 Metern übers Tor setzt. Chemnitz spielte jetzt bedeutend besser, aber leider nicht zwingend genug. Ein richtiger Schuss auf das Wuppertaler Tor fand nicht mehr statt. Selbst in der letzten Minute hatte man die Möglichkeit, aber der Kopfball nach Freistoß von links ist einfach zu schwach.

Insgesamt habe ich eine schlechte Regionalligapartie gesehen, bei der Chemnitz bis zum Handelfmeter die schlechtere von beiden Mannschaften war. Dieses Spiel musste man nicht verlieren, doch Wuppertal wusste von Anfang an, um was es geht und gewann durch eine Unachtsamkeit in der Chemnitzer Abwehr.


Wertung: 4

Bester Himmelblauer: Klömich

Pressestimmen

Freie Presse
Erster Dämpfer für Demuth [..] Kämpferisch überzeugten die Chemnitzer, die bereits am Ostersamstag zu Hause Holstein Kiel im nächsten Punktspiel erwarten. Doch insgesamt agierte der Club zu sehr mit der Brechstange, Chancen (Pinto/Schindler) wurden zu leichtfertig vergeben.

Westdeutsche Zeitung
WSV stoppt den freien Fall [..] Chemnitz kam in der gesamten Partie zu keiner einzigen herausgespielten Torchance. Die beste Möglichkeit resultierte aus einem missglückten Rückpass von Stuckmann, der aber auch Pinto völlig überraschte. [..] Beide Mannschaften gingen verbissen in die Zweikämpfe, wobei die Fehlerquote im Spielaufbau auf beiden Seiten zu hoch war. [..] So wurde die Schlussphase in Überzahl noch zur Zitterpartie. Chemnitz war allerdings nicht mehr stark genug, um die sichere WSV-Abwehr auszuspielen. Und nur mit hohen Bällen ließ sich der WSV nicht überraschen. Der Sieg des WSV war letztlich verdient.

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