Spielbericht // Saison 2004/2005

 
1. FC Köln II
1. FC Köln II2:2Chemnitzer FC
Chemnitzer FC
29. Spieltag - Regionalliga Nord - Saison 2004/2005
Samstag, 02. April 2005, 14:00 Uhr
Südstadion, Köln
Zuschauer: 780
Schiedsrichter: Otte (Damme)
1. FC Köln IITorfolgeChemnitzer FC
T Maczkoviak
A Tosun
A Nickenig
A Benschneider
A Achenbach
M Guie-Mien
M Sambou (69. Alushi)
M Heinrichs
S ChitsuloGelbe Karte
S Bröker (73. Pagano)
S Lejan (78. Kiskanc)

Trainer: John
1:0 Chitsulo (3.)
2:0 Lejan (30.)
2:1 Schindler (53.)
2:2 Calicchio (84.)

T Klömich
A Meyer
A Ahlf
A GillertGelbe Karte (28. GöhlertGelbe Karte)
A Kanitz
M Mehlhorn (46. Schmidt)
M Fillinger (75. Calicchio)
M Okeke
M DevoliGelbe Karte
S Schindler
S Pinto

Trainer: Demuth
Spielbericht

Glücklicher Punktgewinn nach Leistungssteigerung

Von Mex

Ein schöner Tag in der Kölner Südstadt. Hervorragende Bedingungen um den himmelblauen Aufwärtstrend zu bestätigen.

Doch schon zu Beginn der Partie rutschen den knapp hundert mitgereisten Fans die Herzen in den Hosentasche. Nach einem Kölner Freistoß in der dritten Minute bekam Sascha Gillert Chitsulo nicht in den Griff und der lochte eiskalt ein. Auch CFC-Keeper Klömich und Sebastian Meyer machten hierbei nicht die beste Figur.

Die Kölner machten von nun an mit schnellem Spielaufbau ordentlich Druck und dem CFC schmeckte das so überhaupt nicht. Man hatte seine liebe Not, die Kölner in den Griff zu kriegen. Boten sich eigene Möglichkeiten, dann verkomplizierte man sie derartig, dass die rot-weißen Abfangjäger meist leichtes Spiel hatten.

Gillert ging nach einer gelben Karte, Göhlert kam. Wirkung zeigte das nicht. Danach ließ Lejan alle stehen und bolzte aus etwa 20m unhaltbar ein. Das Spiel schien gelaufen. Guie-Mien und Chitsulo tauchten bis zum Pausenpfiff noch mehrere Male gefährlich auf, doch Klömich und das Aluminium verhinderten Schlimmeres. Nicht wenige Zuschauer hätte bei Demuths Pausenpredigt gerne mal Mäuschen gespielt.

Nach dem Wiederanpfiff spielte der Club in der Abwehr konzentrierter und vor allem nach vorn engagierter. Pinto bekam an der Torauslinie den Ball, flankte nach innen und Schindler zog ab. Weitere Möglichkeiten folgten durch Ahlf und Devoli. Aber auch die Kölner tauchten ab und an gefährlich vorm CFC-Tor auf. Der gerade eingewechselte Kiskanc traf aber nur die Querlatte.

Calicchio kam für den glücklosen Fillinger und feierte gleich einen Einstand nach Maß. Nach einem langen Einwurf von Meyer zog er in Minute 84 ins lange Eck ab. Der wütende Kölner Gegenzug scheiterte wieder einmal am Aluminium. Der Nervenkitzel wurde in den letzten Minuten noch auf die Spitze getrieben und dicke Rauchschwaden aus einem Haus hinter dem Südstadion verliehen dem Spiel den passenden Rahmen. Es brannte nicht nur auf dem Rasen lichterloh. Als Klömich in der Schlussminute noch mal gefordert war, hatte der Nervenkitzel endlich ein Ende. Es wurde Zeit für den ersten Absacker für die treuen und geschundenen Seelen vor dem Fanbus.

Wie immer in Köln-Süd war auch dieses Spiel geprägt von friedlicher Atmosphäre und schwer alkoholisiertem Sinnlos-Support. Und - man glaubt es, man glaubt es kaum - auch die farbigen CFC-Spieler wurden am Zaun vollständig abgeklatscht. Freunde erlebnisorientierterer Schreibweise werden dennoch bedient. Aber nicht heute und auch nicht auf dieser Seite.

Fazit: Ein aufgrund der deutlichen Leistungssteigerung in Halbzeit 2 nicht unverdienter-, aufgrund der vielen Kölner Chancen aber dennoch glücklicher Punkt für den CFC. Dieser Wechsel von Licht und Schatten im Spiel des CFC sollte abgestellt werden. Eine mäßig gute Halbzeit pro Spiel ist zuwenig, um Ende nicht abzusteigen.

Zuschauer: 780 (~90 Gäste)


Wertung: 3,5

Pressestimmen

Freie Presse
CFC genügt Strohfeuer am Schluss zum Remis [..] Seinen Groll über eine indiskutable erste Spielhälfte vermochte der Coach aber nur kurz hinter Nettigkeiten zu verbergen: „Schönen guten Tach. Mit der ersten Halbzeit bin ich nicht zufrieden. Wir waren gar nicht auf dem Platz und nach drei Minuten bekommt man so ein Ei.“ [..] Letztlich forderte die Chemnitzer Elf ihrem Trainer zwar ein dickes Kompliment ab, „weil sie nicht untergehen wollte“.

Kölner Stadtanzeiger
Das große Zittern und Zappeln [..] Die Mannschaft von Trainer Christoph John verspielt durch individuelle Fehler eine 2:0-Führung.

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