Himmelblaue schlagen in Riesa Dynamo und werden Dritter

10.01.2004, 21:39 Uhr | 908 Aufrufe
Wollte nur selten hinter die Bande: Ifet TaljevicEs kam eigentlich fast alles wie erwartet, aber eben nur fast. Der kleine Schönheitsfehler war, dass Dynamo Dresden das Turnier um den Hasseröder-Cup nicht gewonnen hat. Daran nicht unschuldig war der Chemnitzer FC: Nach einem 3:6 im Neunmeterschießen (2:1, 2:2) gegen den CFC landeten die Elbstädter nur auf Rang 4.
Alles drehte sich in der Riesaer erdgas-Arena um den supertollen Fußballclub und seine Anhänger aus der sächsischen Landeshauptstadt. Die Offizielle, allen voran die Fernsehleute des DSF überschlugen sich fast in den nicht abreißen wollenden Lobeshymnen auf die Schwarz-Gelben. Doch ein Dutzend Himmelblaue und ihre kleine, aber feine Fanschar kümmerte das wenig. Sie zogen kaum beeindruckt ihre Kreise und hätten um ein Haar den Weg ins Finale gefunden.

Ihre Vorrundengruppe dominierten die Fußballer vom Chemnitzer FC. Im ersten Spiel gegen Widzew Lodz sah das zwar noch etwas holprig aus. Der einzigste Treffer der Partie fiel erst in der 18. Minuten, das aber durch eine wirklich sehenswerte Kombination über Tino Wächtler, die Falk Schindler erfolgreich abschloss. Zuvor war dem Chemnitzer Anhang schon in der 2 Minute das Herz in die Hose gerutscht und die bösen Erinnerungen vom letzten Sonntag aus der Chemnitz-Arena wieder hoch gekommen. Lodz' Juliano hatte einen Freistoß direkt ins Tor bugsiert. Pech für den Schütze: Der Freistoß hätte indirekt ausgeführt werden müssen, das Tor war somit ungültig.
Im zweiten Gruppenspiel fegten die Himmelblauen dann die Zweitligaprofis vom 1.FC Nürnberg vom Kunstrasen. 4:0 hieß es am Ende und das hochverdient. Der CFC stand in der Abwehr sicher - was trotzdem durch kam, entschärfte Sebastian Klömich im Tor großartig. Angetrieben vom Energiebündel Ifet Taljevic trafen Wächtler (7.) und Göhlert (9.) vor der Pause, Simic (13.) und Fillinger (14.) legten nach dem Wechsel nach. Nürnberg schien in dieser Partie seine Kräfte zu schonen, der CFC nutzte das clever.
Endstation Sehnsucht war aber dann im Halbfinale gegen Energie Cottbus. Der erste Gegentreffer sollte das Damoklesschwert für den CFC werden. Schon in der 2. Minute hatte Jiri Kaufmann mit einem "Drehstuhl" den 1:0 Siegtreffer für die Lausitzer markiert. Die Himmelblauen rannten fortan Glänzte mit super Paraden und tollen Reflexen: Der Beste Torwart des Turniers Sebastian Klömich einem Rückstand hinterher. Die Defensive um einen überragenden Torhüter Klömich machte fast jede weitere Chance der Energetiker zu nicht, doch vor des Gegners Tor wollte dem CFC einfach nichts gelingen. So mussten sie die Hoffnung auf den dritten Turniersieg in der aktuellen Hallensaison begraben.
Im "Verliererfinale" wartete der große FC Dynamo Dresden mit seinen tausenden von Anhängern auf den CFC. Schnell dachte man, die Himmelblauen mimen den Hasen vor der Schlange, denn Johne (4.) und Kuhnert (6.) sorgten für die frühe Führung der Schwarz-Gelben. Doch die Chemnitzer rappelten sich auf und fanden durch Schindlers Treffer mit der Pausensirene Anschluss. Nach dem Wechsel spielte nur noch der CFC. Verdient konnte Fillinger zum 2:2 ausgleichen (18.). Ein Sieg für die Himmelblauen wäre durch aus möglich gewesen, doch wieder lag die Krux in der Offensive.
So musste das Neunmeterschießen für eine Entscheidung sorgen. Und wenn Sebastian Klömich nicht schon ein Held war, jetzt wurde er es. Ziebig und Neuberts Schüsse wehrte er ab, Chemnitz traf alles und ließ sich von seinen Fans feiern.
Groß feiern lassen konnte sich später der 1.FC Nürnberg. Gegen Energie Cottbus (3:1) verteidigten die Franken ihren Titel aus dem Vorjahr. Auch Sebastian Klömich bekam seine ihm zustehende Ehrung, er wurde zurecht Bester Torwart des Turniers. Dresden dagegen musste sich mit Rang 4 und Daniel Ziebig als Besten Spieler begnügen. Am meisten hatte der Nürnberger Herbert Obele ins Netz getroffen.

Statistik:
Der CFC spielte mit: Klömich - Biermann, Fillinger, Gillert, Göhlert, König, Rolleder, Schindler, Simic, Taljevic, Wächtler
Vorrunde:
CFC - Widzew Lodz 1:0 (0:0); Tor: Schindler (18.)
CFC - 1.FC Nürnberg 4:0 (2:0); Tore: Wächtler, Göhlert, Simic, Fillinger
Halbfinale:
CFC - Energie Cottbus 0:1 (0:1)
Spiel um Platz 3:
CFC - Dynamo Dresden 6:3 n.E. (1:2, 2:2); Tore: Schindler, Fillinger; 9m: Taljevic, Schindler, Fillinger, Rolleder

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