Chemnitz mit achtbarem 0:2 gegen Erstligist Cottbus

29.07.2007, 16:03 Uhr | 571 Aufrufe
Mit einer 0:2-Niederlage gegen den Erstligisten FC Energie Cottbus ist der CFC aus der Sängerstadt Finsterwalde zurückgekehrt. Einen Anlaß für Lobeslieder oder gar Heldenballaden warf die Partie allerdings nicht ab. Die Cottbuser, zur Zeit vier Spielklassen über dem CFC angesiedelt, machten zwar viel Tempo und dominierten auch weitestgehend die Partie, aber der Club verengte mit einer vielbeinigen Abwehr stets konsequent die Räume und versuchte sich gelegentlich in eigenen Angriffsversuchen. Gemessen an den stolzen 8,- Euro Eintritt und dem Fakt, daß die Lausitzer ihren kompletten Kader zum Einsatz brachten und dies der letzte Test vor deren scharfen Start in die Bundesliga war, hätte der geneigte Besucher wohl etwas mehr erwartet.

Das regennasse Ansetzungsplakat in FinsterwaldeEnergie begann die Partie mit viel Schwung und setzte die himmelblaue Abwehr sofort unter Druck. Nicht Lohn, sondern eher Zufall war allerdings das frühe 1:0 (6.) durch Ristic, als sich Baumann und Klömich uneins waren und dem Cottbuser Stürmer somit die Führung ermöglichten. Der CFC, der auf seine Stammkräfte Kellig, Thönelt, Kunert, Bachmann und Schumann verzichten mußte, kam in der Folgezeit besser ins Spiel. In der 16. Minute die erste notierenswerte Aktion, als Schlosser eine Flanke auf die Latte setzte, die Piplica beinahe noch ins eigene Tor gefummelt hätte. Müller, der diesmal als offensive Schaltstation agierte, versuchte wenig später, den Ball aus 20 Metern im Cottbuser Kasten unterzubringen. Dann war wieder der Erstligst am Drücker - erst parierte Klömich einen satten Flachschuß, dann ballerte Rivic über seinen Kasten. Kurz vor der Pause noch ein Schlagabtausch: Kioyo scheitert am bestens aufgelegten CFC-Keeper, im Gegenzug schießt Schlosser Piplica aus spitzen Winkel in die Arme.

Bei strömenden Regen kam nach der Halbzeitpause zunächst nur der CFC auf den Rasen. Nette Sprüche wie "Siehste, die Cottbuser sind doch nur Schönwetterfussballer" und "Die lassen den CFC aber ganz schön im Regen stehen" sorgten für Erheiterung im Block. Dann kamen die Sander-Schützlinge und packten drei neue Spieler aus, darunter auch Neuzugang Rangelov. Die Marschrichtung der Partie blieb sich gleich. Energie berannte den CFC, scheiterte aber viel zu oft an der konsequenten Innenverteidigung um Baumann und Reinhardt, sowie den davor als fleißige 'Staubsauger' agierenden Troschke und Becker. Auffällig war, daß die Neuzugänge Müller und Sonnenberg immer wieder ihre Kollegen aufmunterten, dagegenzuhalten und eigene Angriffe zu versuchen. Die beste CFC-Chance hatte der eingewechselte Sinaba (75.), dessen Kopfball nach mustergültiger Flanke von Dörry nur knapp am langen Pfosten vorbeihuschte. Zuvor hatte der für Cottbus ins Spiel gekommene Baumgart (Energie-Coach Sander brachte in der 60. Minute nochmals 4 neue Spieler!) für viel Wirbel gesorgt. Klömich zeigte bei einem Volleyschuß des Ex-Rostockers (64.) sein ganzes Können. Machtlos war der CFC-Keeper allerdings kurz vor Schluß, als der in Chemnitz nicht ganz unbekannte Skela über zwei Stationen in der Strafraummitte angespielt wurde und kurz und trocken zum 2:0-Endstand vollenden konnte.

Unterm Strich bleibt festzuhalten, daß sich der CFC gegen den Erstligisten achtbar aus der Affäre gezogen hat. In der kommenden Oberligasaison wird allerdings der Club wohl oder übel in die Rolle der Cottbuser vom Samstag schlüpfen müssen: Tempo machen, Druck aufbauen, und Abwehrbollwerke knacken. Vom angekündigten Testspieler war übrigens weit und breit nichts zu sehen. Laut CFC-Coach Tino Vogel hatte der Proband bereits am Vortag abgesagt.

Statistik: FC Energie Cottbus - Chemnitzer FC 2:0 (1:0)

CFC-Aufstellung: Klömich - Sieber, Reinhardt, Baumann, Troschke (83. Grube) - Schlosser, Adamu (66. Sinaba), Becker, Dörry - Sonnenberg, Müller (83. Schimmel)

Energie-Aufstellung: Piplica (46. Tremmel) - Szelesi (46. da Silva), Mitreski (60. Ipsa), Bassila, Cvitanovic (60. Ziebig) - Kukielka, Skela - Rivic (60. Bandrowski), Sörensen (46. Rangelov), Aloneftis (46. Küntzel) - Kioyo (60. Baumgart)

Torfolge: 1:0 Rivic (6.), 2:0 Skela (87.)

Schiedsrichter: Cyrklaff (Laubsdorf)

Zuschauer: 1642 in Finsterwalde, Stadion des Friedens

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