Spielbericht // Saison 2007/2008

 
VfB Auerbach
VfB Auerbach0:0Chemnitzer FC
Chemnitzer FC
13. Spieltag - Oberliga Nordost-Süd - Saison 2007/2008
+++ Nachholespiel +++
Samstag, 22. März 2008, 13:30 Uhr
Stadion "Ziegeleiweg", Auerbach
Zuschauer: 1.700
Schiedsrichter: Jauch (Suhl)
VfB AuerbachTorfolgeChemnitzer FC
T Fröhlich
A Gorschinek
A SaalbachGelbe Karte
A Vogel
M Weigl
M Wemme
M Schuch
M Pfoh (46. Düring)
M Pannach
S Wieland (83. Dressel)
S Schuster

Trainer: Dünger
Tore Fehlanzeige

T Klömich
A Kunert
A AdamuGelbe Karte (76. Thönelt)
A Baumann
A Troschke
M Becker
M Bachmann (63. Schimmel)
M Schlosser (70. Schumann)
M Boltze
S Sonnenberg
S Kellig

Trainer: Vogel
Spielbericht

"... ein Spiel wie Ostern, aber ohne Hase"

Von Frank Neubert

Der CFC ist von seiner Ostereiersuche beim VfB Auerbach mit einem gefundenen Pünktchen heimgekehrt. Die restlichen zwei Eier, die himmelblaue Optimisten gern noch aufgestöbert hätten, waren erstens gut in der vielbeinigen Abwehr der Vogtländer versteckt, und zweitens zeigten sich die Chemnitzer Osterausflügler nicht gerade einfallsreich, um die entsprechenden Verstecke aufzufinden. So gab es am Ende ein buntes Ei für jedes Team und für den Club wieder einmal die saure Erkenntnis, daß man als Tabellenführer der Konkurrenz wieder einmal nicht enteilen konnte.

Daumen hoch für die schicke Choreo zu SpielbeginnVielleicht waren die Hoffnungen, in Auerbach einen Dreier abholen zu können, auch zu optimistisch. Ein Blick auf die Tabelle verrät nämlich, daß die Vogtländer erst 14 Gegentreffer hinnehmen mußten. Zum Vergleich: Der ruhmreiche Chemnitzer FC hat bis dato bereits 17 gegnerische Tore zugelassen. Und genau diese beiden guten Bilanzen bestätigte das Spiel im Stadion am Ziegeleiweg auch. Beide Abwehrreihen dominierten die Partie und ließen die Stürmer beider Teams kaum zum Zuge kommen. Der Satz im TV-Bericht des MDR "...ein Spiel wie Ostern, aber ohne Hase" konnte treffender kaum gewählt werden.

Vom Anpfiff weg hatte der Club einen Tick mehr vom Spiel. Besonders Troschke zeigte auf der linken Außenbahn eine prima Partie und sorgte für viel Schwung im CFC-Spiel. Zwingende Torchancen ergaben sich allerdings keine. Ein Kopfball von Bachmann und einer von Baumann nach Schlosser-Ecke bugsierten den Ball zwar in die richtige Richtung, aber ohne echte Gefahr für den VfB-Keeper. Nach 20 Minuten kam der Gastgeber auf, und Klömich mußte bei einer Doppelchance für Schuch sein ganzes Können zeigen. Mit dieser Aktion hatten die Einheimischen ihrerseits das Pulver verschossen. Die sehenswerteste Aktion in der ersten Halbzeit gab es allerdings bereits vor dem Anpfiff - die Bastelfreunde der "Brigade Süd" hatten den Gästeblock in eine wunderhübsche FCK-Choreo getaucht.

Auch nach der Halbzeitpause dominierte der Kampf im Mittelfeld. Wieder zeigten sich die Chemnitzer mit leichten Spielvorteilen, ohne daraus jedoch Kapital schlagen zu können. Der Gastgeber lauerte auf Konter, wurde jedoch immer wieder vom gut postierten Adamu abgefangen. Nur einmal war Schuch plötzlich durch. Adamu hält - und wird von Schiedsrichter Jauch zum Glück nur ermahnt. Kurze Zeit vorher hatte der Nigerianer bereits die gelbe Karte erhalten. CFC-Trainer Vogel wechselte daraufhin Thönelt für Adamu ein. Gnade vor Recht ließ der Unparteiische auch beim Gastgeber walten, als ein Abwehrspieler von Boltze angeschoßen wird und den Ball im Strafraum klar und deutlich an die Hand bekommt. Die letzte nennenswerte Torchance und vielleicht beste Chemnitzer Möglichkeit hatte der eingewechselte Schimmel, der nach einem Querpaß von Kellig plötzlich vor dem VfB-Kasten zum Schuß kam. Das Leder zischte jedoch einen Meter am Dreiangel vorbei.

Fazit: Am Ende blieb es beim 0:0, welches beim Blick auf die Tabelle keinen so richtig glücklich macht. Der CFC verpasste erneut die Chance, sich vom Verfolgerfeld in der Oberliga etwas absetzen zu können, und Auerbach trauerte über die Möglichkeit, eben zu jenen Verfolgeren aufschließen zu können. Positiv stimmt aus himmelblauer Sicht allerdings, daß der Club eine solche "Gurkenpartie" mal nicht verloren hat. Wenn man aus Eilenburg und Dresden-Nord ebenfalls ein 0:0 mitgebracht hätte, würde der Blick auf die Tabelle etwas entspannter ausfallen. Alle Konzentration gilt jetzt der Partie gegen Dynamo Dresden. Falls dort ebenfalls "die Null hinten steht", würde dies zu höchst zufriedenen himmelblauen Gesichtern führen.

Wertung: 3

Beste Himmelblaue: Troschke, Adamu, Schlosser


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