Spielbericht // Saison 1999/2000

 
Chemnitzer FC
Chemnitzer FC0:0SV Waldhof Mannheim
SV Waldhof Mannheim
19. Spieltag - 2. Bundesliga - Saison 1999/2000
Freitag, 18. Februar 2000, 19:00 Uhr
Fischerwiese, Chemnitz
Zuschauer: 6.400
Schiedsrichter: Weiner (Ottenstein)
Chemnitzer FCTorfolgeSV Waldhof Mannheim
T Ananiev
A Laudeley
A Weber
A Jendrossek
M BittermannRote Karte
M Podunavac
M König
M Oswald (30. Tetzner)
M KrupnikovicGelbe Karte (64. KujatGelbe Karte)
S Skela
S Dittgen

Trainer: Franke
Tore Fehlanzeige

Besondere Vorkommnisse:
Rote Karte für Bittermann (15.)
Licht schießt Handelfmeter über das Tor (16.)

T Todericiu
A Cisse
A SebökGelbe Karte
A Pasieka
A KraußGelbe Karte
M Ning (61. Teber)
M MonteroGelbe Karte
M Vata
M Protzel (88. Rehm)
S LichtGelbe Karte (57. Wassmer)
S Klausz

Trainer: Rapolder
Spielbericht

Teuer erkämpfter Punkt gegen Mitaufsteiger

Von Ronny Licht

Einen Punkt gewonnen? Einen Punkt verloren? Irgendwie gab´s am Freitag gegen 20.50 Uhr kaum eine passende Antwort auf eine der beiden Fragen. Das 0:0 gegen Mannheim hinterließ mehr Fragen als Antworten.

Es war "Kult-Wetter". Dichtes Schneetreiben, Temperaturen um die null Grad. Trotzdem versammelten sich 6 200 Himmelblaue Gläubige - die anderen 200 kamen aus Mannheim - zur Andacht, um ihrem Club zu huldigen. Nach einen ergreifenden Dankes-Gebet von "Pfarrer" Olaf Kadner in Richtung CFC-Ober-Engel Lutz Waszik ging´s dann auf zum jüngsten Gericht. Die Himmelblauen spielten zuerst auf die Südkurve. Eigentlich kein schlechtes Zeichen - gegen Fürth stand´s so nach 45 Minuten 3:0. Aber jedes Spiel ist anders (´nen Fünfer ans DSF) - und nach 15 Minuten standen die Chemnitzer, die erwartungsgemäß wieder Thomas Laudeley als letzten Mann aufgestellt hatten, nur noch mit 10 Mann auf dem Platz. Bittis Handballeinlage war erst Rot, nach dem verballerten Elfer von Sascha Licht sogar Gold wert. Danach Hektik im Spiel. Gelbe Karten wurden im Zufallsverfahren verteilt, die Mannheimer verwechselten Fußball zeitweise mit American Football. Das Opfer: Karsten Oswald. Ein Tritt gegen´s Schienbein führte zur Auswechslung, der befürchtete Bruch bestätigte sich aber nicht. In der 40. Minute die klarste Chance für die Waldhöfer: Krupnikovic kann gerade noch einen Knaller von Fatmir Vata mit der Brust von der Torlinie holen.

In der Halbzeit ordnete Christoph Franke seine Truppe neu - und siehe da. Ein Unterschied war auf dem Platz kaum zu erkennen. Mannheim zwar mit den klareren Chancen. Aber dank eines hervorragenden Antonio Ananiev und einer klasse kämpfenden CFC-Elf kam nix zwingendes heraus. In den letzten 15 Minuten sogar ein Übergewicht der Chemnitzer gegen die planlosen Mannheimer. Wäre Marco Dittgen in der 82. Minute genauso cool wie das Wetter gewesen - es hätte 1:0 gestanden.

So blieb nur ein 0:0. Ob Gewinn oder Verlust - egal. Die Gebete der CFC-Gläubigen werden hoffentlich erhört. Inhalt: Ein Punkt in Offenbach, eine Woche später ein Sieg gegen die Kölner Fortuna.

Fazit: gibt´s erst am Ende der Saison. Denn erst dann werden wir wissen, was dieses Ergebnis war - ein gewonnener oder (vor allem in der Schlußphase) zwei verlorene Punkte.

Wertung: 2 (Dank der Dramatik bis zur letzten Sekunde. Es war eben ein typisches Chemnitzer Spiel - Kampf, Kampf, Kampf...)

Beste Himmelblaue: Ananiev, Laudeley, König

Pressestimmen

Freie Presse
CFC moralischer Sieger

Chemnitzer Morgenpost
Himmelblaue Ladehemmung. Nur vier halbe Chancen und null Tore in den 180 Rückrunden-Minuten.

BILD Chemnitz
CFC: &

Sächsische Zeitung
Rot für Retter Bitterman

Mannheimer Morgen
SV Waldhof muss zwei vergebenen Punkten nachtrauern

Trainerstimmen

Christoph Franke
Zuerst habe ich mich über Torsten geärgert, denn es wäre ja noch ausreichend Zeit gewesen, um den Rückstand aufzuholen. Doch letztendlich muss ich ihm dankbar sein.

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