Saison 2019/2020
CFC / 3. Liga



 
Chemnitzer FC
Chemnitzer FC0:1SG Sonnenhof Großaspach
SG Sonnenhof Großaspach
29. Spieltag - 3. Liga - Saison 2019/2020
Mittwoch, 03. Juni 2020, 20:30 Uhr
Fischerwiese, Chemnitz
Schiedsrichter: Sather (Grimma)
Chemnitzer FCTorfolgeSG Sonnenhof Großaspach
T Jakubov
A Itter
A Hoheneder
A Reddemann
A SiriguGelbe Karte
M Bonga (70. Oesterhelweg)
M GarciaGelbe Karte
M Langer (70. Krebs)
M Bohl (56. SchoppenhauerGelbe Karte)
S Bozic (57. Tuma)
S HosinerGelbe Karte

Trainer: Glöckner
0:1 Gaines (48.)

Besondere Vorkommnisse:
Geisterspiel wegen Corona-Auflagen

T FrommannGelbe Karte
A Behounek
A SlamarGelbe Karte
A Leist
A Bösel
M Sommer
M Gerezgiher (75. KrasniqiGelbe Karte)
M Gaines (72. Vlachodimos)
M Jüllich (88. GipsonGelbe Karte)
M Morys (76. Martinovic)
S Brünker (87. Gehring)

Trainer: Boysen
Spielbericht

Blutleerer Auftritt gegen Angstgegner

Von Pierre Schönfeld

Nach dem 1:0 beim Geisterspielauftakt gegen Jena stand nun das erste Heimspiel vor heimischer (Nicht)-Kulisse an. Zu Gast war Sonnenhof Großaspach, ausgewiesener Angstgegner der Himmelblauen. Von neun Partien gegen den Dorfclub seit 2014 gingen sechs verloren, nur ein einziges Mal konnte gewonnen werden. Diesmal ging der CFC als leichter Favorit in die Partie gegen den Tabellenvorletzten, doch am Ende triumphierte (mal wieder) der Gast aus Baden Württemberg. Für Patrick Glöckner war es die erste Heimniederlage seit Amtsantritt.

CFC - SG Sonnenhof Grossaspach 0:1Coronabedingtes Geisterspiel in Chemnitz. Das hieß ein leeres Stadion und ein VIP-Raum der kurzerhand zur Gästeumkleide umgebaut wurde. Die Ultras wollten zumindest ein kritisches Spruchband in der Südkurve anbringen, das wurde jedoch von den Verantwortlichen des CFC untersagt.

Sollte, wovon auszugehen ist, Patrick Glöckner den vorherigen Auftritt von Sonnenhof Großaspach (0:2 gegen Unterhaching) für seine Videoanalyse verwendet haben, so hatte er am Ende ein Muster ohne Wert. Denn Großaspachs Coach Boysen hatte dem Rotationskarussel aber mal so richtigen Schwung gegeben und 10(!) Spieler im Vergleich zur Niederlage gegen Unterhaching ausgetauscht. Beim CFC hingegen gab es nur einen Wechsel, statt Tallig stand Hosiner in der Startelf.

Was die wenigen Anwesenden auf der Fischerwiese und Magenta-Zuschauer dann für die 90 Minuten zu sehen bekamen, war zumindest für alle, die es mit Himmelblau halten, ein einziges Trauerspiel. Gerade mal auf eine nennenswerte Torchance für den CFC gab es im ganzen Spiel, das war kurz vor der Pause als Reddemann auf das Tor der Aspacher köpfte, aber der Druck fehlte, um die Aktion wirklich gefährlich werden zu lassen. Ganz anders das Auftreten der in arger Abstiegsnot befindlichen Großaspacher. Die spielten von Beginn an einen gefälligen Ball, waren bissig in den Zweikämpfen und sichtlich gewillt etwas aus Chemnitz mitzunehmen. Beste Chance vor der Pause war ein Schuss von Gaines ans rechte Außennetz in der 28. Minute.

Ein feiner Spielzug von Großaspach in der 49. Minute sorgte für das Tor des Tages. Gaines gewann das Laufduell gegen Reddemann, ließ selbigen und dann gleich noch Itter aussteigen und traf zum 1:0. Jakubov ohne Chance. In Folge hatte Großaspach weitere Chancen das Ergebnis zu erhöhen, in der 82. Minute zeigte Jakubov gegen Vlachodimos sein Können und in der Nachspielzeit landete ein Schuss von Machinovic an der Querlatte.

CFC - SG Sonnenhof Grossaspach 0:1Und der CFC? Von dem kam nix. Genau genommen, gar nix. Keine einzige Chance konnten sich die enttäuschenden Himmelblauen in Halbzeit 2 erspielen. Hosiner blieb wie seine Kollegen blass. Glöckner wechselte insgesamt viermal, so kam auch Winterneuzugang Florian Krebs zu seiner Pflichtspielpremiere. Zumindest in der Nachspielzeit, die sagenhafte 6(!) Minuten andauerte, versuchte der Club zumindest so was wie Druck aufzubauen, blieb aber am Ende harmlos so dass Großaspach am Ende hochverdient die 3 Punkte mitnehmen konnte.

Fazit: Das Spiel in Jena war schon dünn, aber da stimmte am Ende zumindest das Ergebnis. Gegen Großaspach hatte der CFC in keiner Phase auch nur den Ansatz einer Idee, wie man sich gegen Grossaspach Torchancen erarbeiten könnte. Ein Sieg hätte den Sprung ins (vorerst) sichere Mittelfeld bedeutet. So steckt man weiter tief im Abstiegskampf und muss die Leistung schon um 100 Prozent steigern, will man die vor Corona erspielte, erfolgreiche, Aufholjagd aus dem Tabellenkeller nicht gleich wieder verspielen.

Wertung: 6,0. Unterirdischer Auftritt.

Bester Himmelblauer: Sirigu


Trainerstimmen

Hans-Jürgen Boysen (SGS) bei Magenta Sport:
"Wir waren überzeugt, dass wir genügend Frische auf dem Platz haben, um Paroli bieten zu können. Und heute sind wir mal als Sieger vom Platz gegangen. Vom Spielverlauf war es auch verdient."

Patrick Glöckner (CFC) bei Magenta Sport:
"Es war ein gebrauchter Abend. Ich fand, dass es Großaspach sehr gut gemacht hat. Die haben in der Startaufstellung zehnmal rotiert, da ist es natürlich schwer, sich auf den Gegner einzustellen. Das bringt die Situation, in der wir uns befinden, mit sich. Aber das hat nichts damit zu tun, dass wir hätten anders dagegenhalten können, so wie wir es in der Vergangenheit gezeigt haben. Wir hatten heute einfach keine Torgefahr ausgestrahlt. Die Ballruhe im Ballbesitz haben wir auch nicht an den Tag gelegt und diesbezüglich kriegt der Gegner immer mehr Oberwasser und dann kann auch jeder Gegner jeden schlagen. Wir müssen erstmal die Zweikämpfe annehmen und die Defensive gut gestalten. Da waren wir manchmal zu offen und die Rest-Verteidigung hat nicht gut gestanden."

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