
Der Chemnitzer FC hat nach zuletzt 4 sieglosen Spielen mal wieder ein Erfolgserlebnis feiern können. Gegen den Tabellenletzten aus Zehlendorf erkämpfte sich die Mannschaft von Trainer Duda einen 2:1 Erfolg. Das 1:0 gelang Marx bereits nach 3 Minuten. In einer undurchsichtigen Situation stocherte er den Ball aus dem Fünfmeterraum über die Linie. Wer nun dachte, das diese frühe Führung dem Chemnitzer Spiel Sicherheit verleihen sollte, sah sich getäuscht. Fortan bestimmt der Gast die Partie, ohne dabei jedoch Chancen herausspielen zu können. Dennoch fiel, bedingt durch leider gewohnte Passivität des CFC gepaart mit primitiven Abwehrverhalten kurz vor dem Pausenpfiff der Asugleich durch einen berechtigten Elfmeter.

Benjamin Duda schickte seine Elf mit einer taktischen Veränderung nach der Halbzeit zurück auf den, mit 20 Tonnen Sand, bearbeiteten Rasen zurück. Pistol rückte aus dem offensiven Mittelfeld zurück in den Abwehrverbund. Eine viertel Stunde nach Anpfiff der 2. Halbzeit sollte der einzige, sehenswerte Spielzug des Clubs auch prompt zum Erfolg führen. Nach feinem Pass von Alberico legte Stockinger präzise für Tobi Müller auf, der aus 6 Metern nur noch einschieben brauchte.
Wer nun dachte, das der Führungstreffer dem lethargischen, pomadigen und durchweg planlos wirkendem Spiel der Himmelblauen Struktur verlieh, wird wohl enttäuscht nach Hause gegangen sein. Fortan plätscherte das Spiel vor sich hin. Mehr als gute Ansätze sprangen bei den spärlichen Offensivbemühungen des CFC nicht heraus. Da Zehlendorf ebenso die spielerischen Mittel fehlten, blieb es am Ende beim 2:1 Erfolg.
Fazit: Einen Grund, die Mannschaft nach dem Sieg, überschwänglich zu feiern, gibt es wirklich nicht. Ein nicht überzeugender Sieg gegen das Schlusslicht aus Zehlendorf zeigte aufs Neue, das keine grundlegende Spielidee und kein konstantes System im Spiel auf das gegnerische Tor erkennbar ist. Auch wenn Kampf und Wille stimmen, so sollte es mit der Truppe auch möglich sein, einen Gegner spielerisch zu dominieren. Da davon aber seit Wochen nichts zu sehen ist, etabliert sich der Chemnitzer FC als graue Maus im Niemandsland der Tabelle der Regionalliga.