Zweites Auswärtsspiel, zweite Auswärtsniederlage – und wieder ein 1:2 aus Sicht des Chemnitzer FC! Gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig mussten sich die Himmelblauen geschlagen geben. Für den weiterhin ungeschlagenen Tabellenzweiten trafen vor 5.665 Zuschauern im altehrwürdigen „Bruno-Plache-Stadion“ Arcalean und Maderer, für den zwischenzeitlichen Ausgleich sorgte Tobias Müller. Abderrahmane – sein Pendant gegenüber – flog in der zweiten Halbzeit mit der roten Karte vom Platz. CFC-Trainer Duda kassierte erstmalig zwei Niederlage in Folge. Am Samstag kommt Aufsteiger BFC Preussen ins „eins-Stadion – An der Gellertstraße“.
Starkes Trio fehlt in der Messestadt

Die 2:4-Heimniederlage gegen die zweite Mannschaft des 1. FC Magdeburg hat der Chemnitzer FC mit einer weiteren Verletzung bitter bezahlt. Neben Mittelfeldstratege Baumgart fällt nun auch Alberico wegen eines Außenbandrisses für mehrere Wochen aus. Für den 1:1-Torschützen rückte Grimaldi in die Startformation. Und dabei blieb es nicht. Aufgrund einer Erkältung musste Erlbeck kurzfristig passen, für den 32-Jährigen rückte Eppendorfer ins defensive Mittelfeld.
Lok-Wucht schlägt nach 63 Sekunden zu
Duda warnte im Vorfeld: „Uns erwartet ein Gegner mit sehr viel Qualität, mit körperlicher Präsenz und sehr viel Wucht.“ Auf dem Rasen dampfte die Lokomotive sofort zielstrebig los und ging nach zwei Minuten in Führung. Der amtierende Doublesieger, der die letzten drei Spiele allesamt mit 1:0 gewinnen konnte, legte entsprechend einen Traumstart hin. Einen langen Wilton-Ball aus der gegnerischen Hälfte schätzte CFC-Verteidiger Bochmann absolut falsch ein. Arcalean nutzte die frühe Gunst der Mittwochabendstunde und lupfte zum Führungstreffer ein.
Das Powerplay der blau-gelben Platzbesitzer ging unverzüglich weiter: Adetula, Abderrahmane und Torschütze Arcalean sowie Maderer gaben die nächsten Warnschüsse ab. Immerhin war Adamczyk auf dem Posten und verhinderte einen höheren Rückstand nach zehn Minuten.
CFC: Pech in der Offensive, Glück in der Defensive
Die Himmelblauen traten sofort nach dem Rückstand in der Offensive in Erscheinung, allerdings verfehlte Pistol bei seinem Abschluss das Tor knapp. In der Folgezeit sorgte Bozic für Unruhe in der Box. Nach einer Ekui-Flanke köpfte der torgefährliche Goalgetter drüber, bei einer weiteren – diesmal allerdings flachen – Hereingabe von Ekui kam FCL-Verteidiger Wilton eher an den Ball und prüfte aus Nahdistanz seinen eigenen Schlussmann. Naumann reagierte mit einem guten Reflex und verhinderte damit den Ausgleich.
Seine Vorderleute hatten das Tempo derweil etwas herausgenommen, kamen aber dennoch zu Möglichkeiten. So hatte Grözinger nach einem Freistoß aus aussichtsreicher Position eine, außerdem Adetula den nächsten guten Abschluss. Die Himmelblauen waren mit dem 0:1 zur Pause mehr als gut bedient.
Auf 1:1 folgt sofort das 1:2 – und Tobias Müller immer mittendrin!
Duda wechselte einmal aus: Für den sehr schwachen Damer kam Marx in die Partie. Für den überraschenden Ausgleich sorgte in der 47. Minute nach Patzer in der FCL-Defensive allerdings Tobias Müller. Für den CFC-Kapitän war es bereits das zweite Saisontor. Die Lok‘sche reagierte wütend und mit zwei Schlenzern von Adetula. Aus dem zweiten resultierte ein Eckball und aus diesem die erneute Führung. In der 52. Minute köpfte Maderer – weil er sich im Zweikampf gegen CFC-Kapitän Tobias Müller durchsetzen konnte – wuchtig ein. Das Team von Trainer Seitz wollte sogleich den dritten Treffer erzielen, jedoch wussten sich die CFC-Kicker zu wehren – und mit Mergel und Rücker kamen zwei frische Kicker.
Ein Mann mehr, aber null Chancen!
Stockinger – bis dato mit zwei Vorlagen in dieser Saison – prüfte Mitte der zweiten Halbzeit Naumann nach einer schlitzohrig getretenen Ecke. Als die Schlussviertelstunde anbrach, merkte man beiden Teams das intensive und kräftezehrende Spiel deutlich an. In der 80. Minute rückte Schiedsrichter Marcel Riemer aus Eisenhüttenstadt in den Mittelpunkt, der das Foulspiel von Lok-Kapitän Abderrahmane an Bozic mit der roten Karte bewertete. Der CFC konnte aus der Überzahl kein Kapital schlagen, sich nicht einmal eine Chance erarbeiten. Unterm Strich geht die 1:2-Niederlage beim 1. FC Lokomotive Leipzig in Ordnung. Die Himmelblauen rutschen auf den elften Platz ab.
Danke-Zicke-Choreografie im Gästeblock
Die 500 himmelblauen Schlachtenbummler, welche sich auf die Kurzstrecke nach Leipzig begaben, leiteten die Partie mit einer chicen Choreografie ein. Am Zaun war „Danke Zicke“ zu lesen und ein Bild von eben jenem Robert Zickert zu sehen. Dazu gab es ein himmelblau-weißes Fahnenmeer.
Nächster Aufsteiger stellt sich vor
Eine Woche nach dem 1. FCM II gastiert mit dem BFC Preussen sogleich der zweite Aufsteiger im „eins-Stadion – An der Gellertstraße“ – und dieser ist mit sieben Punkten stabil in die Saison gestartet. Zuletzt konnte die BSG Chemie Leipzig mit 2:1 besiegt werden. Der Anstoß ertönt 14 Uhr. Der CFC erhofft sich 5.000 Zuschauer.