Vorbericht

10. Spieltag - 3. Liga - Saison 2014/2015
VfB Stuttgart II
VfB Stuttgart II
0:0
Chemnitzer FC
Chemnitzer FC

Weiße Weste bewahren gegen des VfB "Zwote" …

von Timo Görner

… denn die Bilanz gegen die U23 des Traditionsvereins aus dem "Ländle" ist sehr ordentlich, 3 Siege und 3 Remis stehen zu Buche. Als Gastverein konnten wir sogar 2 von 3 Begegnungen siegreich gestalten. Und mittlerweile ist der CFC nicht mehr immer der Außenseiter.

Die letzte Saison unseres Gegners:

Rang 15 bedeutete die bislang schlechteste Platzierung für das "Gründungsmitglied" der 3. Liga in den letzten 6 Jahren. Nach relativ konstantem Verbleib im Mittelfeld mit den Rängen 11, 10, 10, 11 ging es zuletzt mit Rang 14 und 15 eher Richtung Tabellenkeller. Der Saisonstart ging mit nur 1 Punkt aus 3 Spielen erstmal daneben, in Runde 4 gelang der erste Dreier gelang dann gegen den späteren Absteiger Saarbrücken (2:0). Bis zur Winterpause blieb man im Abstiegskampf, ordnete sich auf Position 14 ein. Das Polster auf Rang 18 nicht sonderlich beruhigend, wie den CFC trennten den VfB II 2 Zähler von diesem. Dabei sah es nach Spieltag 15 sehr gut aus, war man als 4. lediglich 5 Tore vom Dritten aus Darmstadt entfernt. Grundstein war die Heimstärke, der VfB II konnte 4 der 8 Duelle gewinnen und verlor lediglich gegen den Halleschen FC (1:2). Dagegen standen der starke Auftritt gegen Burghausen (4:0) und auch auf Reisen konnte man Achtungszeichen setzen mit Münster (3:1), Elversberg (2:0). Das Lokalderby "bei den Kickers" wurde ebenfalls gezogen (2:0). In den 6 Spielen bis zum Jahreswechsel geriet man dann in ein Tief. Nur 1 Remis gegen den CFC (1:1) wurde noch als Punktgewinn verbucht, ansonsten standen 5 Pleiten bei 1:12 Toren. Beginnend mit einer heftigen Klatsche in Unterhaching (0:4), auch in Regensburg (0:2) blieb man unter den Erwartungen. Chancenlos blieb man gegen Aufsteiger Heidenheim (0:3). Von Platz 4 ging es runter auf 14. Optimal der Start ins Jahr 2014, Rostock (4:1) wurde im eigenen Stadion deklassiert, in Saarbrücken (2:0) das Punktekonto auf 32 ausgebaut. Entspannung war erst mal angesagt. Ein kurzes Zwischenhoch, nach 34 Begegnungen war man wieder nahe dran an der Abstiegszone. 1 Punkt und 8 Tore waren es noch auf den ersten Absteiger. Was folgte war ein starker Endspurt mit Siegen im "Abstiegs-Endspiel" gegen Unterhaching (3:2) und dem 1:0 bei den feiernden Aufsteigern in Heidenheim. Damit war der Klassenverbleib quasi in Sack und Tüten, 4 Teams und wieder 5 Punkte waren es auf den Drittletzten. Man konnte den Rest der Saison entspannter angehen, zeitigte noch mal 2 Remis gegen Regensburg (1:1) und beim CFC (0:0). Platz 15 war noch mal 1 schlechter als 2012/2013, 46 Zähler waren aber 3 mehr. Als Heimteam war man knapp im positiven Saldo mit 7-6-6, auf Reisen wurden 10 von 19 Spielen verloren, dabei mit 31 Gegentoren defensiv nicht sehr solide agiert. Das primäre Saisonziel wurde erreicht.

Delegierungen für diese Saison bislang:

Mit 11 Ab – und 13Neuzugängen wurde der Kader erheblich verändert.
Kevin Müller (23), immerhin in 15 Spielen die Nr.1 wechselte nach Cottbus. In der Abwehr zog es Thomas Geyer (23) zum SV Wehen Wiesbaden. Im Mittelfeld schaffte Manuel Janzer (22/Heidenheim) den Sprung in die 2. Bundesliga. Alexander Riemann (22) folgte Thomas Geyer. Lukas Kiefer (21/1. FC Saarbrücken) ging eine Liga tiefer. Der Rest spielte nicht unbedingt die wichtige Rolle in 2013/2014.
Bei den Neuen finden sich mehrere Akteure aus der eigenen A-Jugend.
So der Bosnier Kenan Mujezinovic (19) für das Tor. Aus Nürnberg kam als "Leihgabe" Benjamin Uphoff (21), dort bislang nur in der U23 der Regionalliga Bayern am Ball. Für die Abwehr trifft der Status "Ex-VfB-A-Jugend" auf Timo Baumgartl (19), Marvin Büyüksakarya (19) zu. Dazu kommen von extern der Italiener Denis Zagaria (21) von Oberligist SVG Freiberg. Der Deutsch-Kameruner und DFB-U20-Nationalspieler Stephen Sama (21) spielte zuvor in der U21 des FC Liverpool der englischen U21 Premier League. Absolvierte dort insgesamt 55 Spiele. Mit dem Deutsch-Brasilianer Daniel Vier (32) gibt es einen "Heimkehrer". Er war in der Winterpause 2013/2014 nach 5 ½ Jahren beim VfB II zum 1. FC Heidenheim gewechselt, kam dort aber nur zu 5 Einsätzen. Im Mittelfeld wurde der Österreicher Markus Obernosterer (24) vom dortigen Drittligisten WSG Wattens verpflichtet, Marvin Weiss (19) aus der eigenen A-Jugend hochgeholt wie Burhan Soyudogru (19) und Simon Wilske (19). Jerome Kiesewetter (21), auch beim CFC als möglicher Neuzugang getestet kehrte nach ½ jährlicher Ausleihe aus der Regionalliga Nordost von Hertha BSC II wieder zurück. Absolvierte dort 15 Spiele bei immerhin 2 Toren und 4 Vorlagen. Im Angriff empfahl sich Fabian Eisele (19) mit 12 Treffern und zudem 7 Vorlagen in der A-Jugend Bundesliga für den Sprung in die U23.

Der Trainer:

Jürgen Kramny (42) geht in seine mittlerweile 3. Saison als Coach der VfB II. Sein Vertrag läuft noch bis Ende dieser Saison, er wird nach wie vor von unserem Ex-Kicker Heiko Gerber (42) als Co-Trainer unterstützt.

Die aktuelle Saison bislang:

Zuletzt lief es bestens, zum einen mit dem 2:0-Auswärtssieg, zum anderen mit dem 1:0 im Nachholspiel am Dienstag im "Keller-Duell" gegen Aufsteiger Mainz 05 II. Mit beiden Siegen gelang der Sprung aus der Abstiegszone auf Rang 14. Zuvor war mächtig Sand im Getriebe, wurden in den ersten 3 Spielen auch 3 Niederlagen kassiert. Dabei war das Auftaktprogramm allerdings auch nicht gerade einfach, mit den Gastspielen bei der starken SG Dynamo in Dresden und in Erfurt (jeweils 1:2) wie auch dem "Heimauftakt" gegen die stark eingeschätzten "Preußen-Adler" aus Münster (0:3). Manko in diesen Spielen, immer lag man vorentscheidend mit 0:2 hinten. Gegen Kiel in Runde 4 wurde das vermieden, es "stand die Null" beim eigenen Tor und der Sieg wurde eingefahren (1:0). Was ein Strohfeuer schien. In Wiesbaden war mit dem 0:4 nach 51 min. bereits alles entschieden (1:4). Auch misslang der erhoffte Befreiungsschlag gegen Regensburg (1:2), wieder nach 0:1-Rückstand. Den musste man auch im "Lokalderby" in Großaspach verbuchen, drehte diesen aber zum 3:1 ohne zu gewinnen (3:3). Dort kassierte man auch das bislang letzte Gegentor, seit 187 min. und damit über 3 Stunden hält man den eigenen Kasten sauber. Wie in Halle beim chronisch heimschwachen HFC (2:0) wie auch mit dem zweiten Heimsieg gegen Mainz 05 II (1:0). Die Heimbilanz bleibt aber durchwachsen, in 4 Spielen gelangen bislang 3 Tore. Insgesamt lautet die Bilanz hier 11:17, heißt Offensive "befriedigend" (13.) und Defensive = "genügend" (17.). Bei letzterem steht man nur knapp "über dem Strich". Hat allerdings auch in bislang 3 Begegnungen keinen Gegentreffer kassiert. Nach dem CFC warten mit Bielefeld und Duisburg zwei schwere Auswärtsaufgaben, mit Fortuna Köln dazwischen eine lösbare Aufgabe.

Die Mannschaft:

Nr. 1 im Tor ist nach wie vor der Deutsch-Grieche Odisseas Vlachodimos (20). Die Abwehr sieht bislang Timo Baumgartl (19), Steffen Lang (21), "Heimkehrer" Daniel Vier (32) als das Gerüst. Dahinter kommt Philipp Mwene (21) aus Ruanda mit österreichischem Pass. Mit dem Serben Milos Degenek (20) gibt es hier einen längerfristigen Ausfall (Achillessehnenprobleme). Gegen Mainz 05 II musste zudem Vier (Rückenprobleme) passen. Im Mittelfeld konnten sich Kapitän Tobias Rathgeb (32), Jerome Kiesewetter (21), der Pole Marvin Wanitzek (21) als die festen Größen etablieren. Hinter diesen verdienen ferner der Deutsch-Türke Timo Cecen (20) und der Österreicher Markus Obernosterer (24) eine Erwähnung. Erfolgreichster Stürmer ist aktuell Felix Lohkemper (19) mit 3 Treffern aus 6 Spielen, 2 davon beim letzten Auswärtsspiel in Halle als "Matchwinner" zum 2:0. Jeweils 1-mal erfolgreich waren Marco Grüttner (28), Pascal Breier (22) und Fabian Eisele (19). Einsätze von Kickern aus dem Erstligakader von Armin Veh gab es bereits, so wirken derzeit mit Raphael Holzhauser (26) und Sercan Sararer (23) im Mittelfeld zwei Profis mit, welche von Veh erst mal ausgemustert wurden. Ihr Einsatz machte sich schon in Halle bemerkbar, beide überzeugten. 21,7 Jahre zählt das Aufgebot im Schnitt, analog zu Unterhaching. Nur Dortmund II liegt darunter. Was 30 Spieler umfasst.

Prognose:

Der Klassenerhalt kann auch diesmal nur das Ziel sein, es wird schwer. Die Mannschaft sollte es aber erneut, möglicherweise wieder vorzeitig, schaffen.

Das Umfeld:

Wie in Dortmund ist der Rückzug der U23 kein Thema, der VfB schätzt diese Auswahl – das zeigen die eingebauten Kicker diese Saison – weiter als Sprungbrett zu den Profis. Das Zuschauerinteresse bleibt mäßig, derzeit liegt man im Schnitt bei 895. Weniger hat derzeit kein anderer Drittligist. Wie am Ende 2013/2014 als man bei 1.010 stand. Mit dem Karlsruher SC ist ein "Kassenschlager" weg, er bescherte ein "Zwischenhoch" von 2.020. Diese Saison muss man zudem zumindest für die ersten 13 Heimspiele nach Großaspach ausweichen, rund 40 km entfernt. Münster lockte rund 1.100 zahlende Besucher an, ansonsten war man dreistellig. Februar 2015 will man dann wieder im "GAZI-Stadion auf der Waldau" spielen, wenn dieses dann fertig aufgemöbelt wurde. Die Anlage des Ligakonkurrenten namens " Mechatronik Arena" fasst offiziell 10.000 Zuschauer. Also ausreichend für das Interesse an den Heimspielen des VfB II. Gegen den CFC fanden sich zuletzt zum Nikolaustag 2013 an einem Freitagabend 500 Besucher ein. Übrigens das erste Spiel gegen den CFC zu Hause was nicht an einem Wochentag stattfindet.
10. Spieltag - 3. Liga - Saison 2014/2015
Samstag, 20. September 2014, 14:00 Uhr
Mechatronik-Arena, Aspach
Zuschauer: 720
Schiedsrichter: Schlager (Niederbühl)


Tore

Die Tabellenverläufe

Tabellenhistorie

Der Vergleich