Der CFC vor dem entscheidenden Schritt Richtung Regionalliga...
von Timo Görner
...und das ausgerechnet gegen seinen kleinen "Angstgegner". Nach dem Pokalaus am Reformationstag 2006 blieben die Himmelblauen auch in den folgenden 2 Pflichtspielen gegen den VfB Auerbach sieglos. Doch die Wege der fast schon "alten Bekannten" werden sich nach dieser Saison trennen.
Der VfB Auerbach 2007/2008 bislang:
Der Zug zur neuen vierten Liga ist mittlerweile für den VfB abgefahren. Anfang April 2008 bestanden noch beste Chancen. Lediglich 1 Punkt und 1 Tor waren die Vogtländer vom damaligen 4. der Staffel, dem CFC entfernt.
Den Grundstein für den sportlichen Erfolg bildete die Heimstärke. 7 der 11 Begegnungen wurden bei 23:7 Toren siegreich gestaltet. Lediglich Meuselwitz (1:2) und Bautzen (0:1) holten am Ziegeleiweg einen 3er. Dafür mussten der FC Sachsen und Dresden (jeweils 1:5), Jena II. (0:3) und Eilenburg (1:4) Klatschen im Vogtland hinnehmen. Auswärts zeigte sich Auerbach als unbequemer Gegner. Zwar waren die Gelb-Schwarzen wenig erfolgreich vor dem gegnerischen Tor, aber auch abwehrstark vor dem eigenen Kasten (8:9 Tore). Selbst in Halle und Dresden (1:1) wurde gepunktet. Den einzige Ausrutscher gab es in Pößneck (1:2).
Vor wenige Wochen beantragten die Vogtländern doch noch die Lizenz für die Regionalliga. Doch nach dem Kantersieg gegen Dresden ging es sportlich bergab. 4 der folgenden 5 Partien wurden verloren. Schmerzen erursachten dabei gleich 2 Heimpleiten in Folge. Noch im Rahmen war das 1:2 gegen den HFC, dagegen enttäuschend das 0:1 gegen Kellerkind Pößneck. Den einzigen Lichtblick bildete der Sieg bei einem anderen kriselnden Überraschungsteam (Markranstädt 2:1). Die Negativbilanz brachte den VfB weg von der Spitze. Und nach dem Remis im Vogtland-Derby gegen den VFC Plauen (1:1) ist Rang 4 nur noch mit einem "mittelschweren Fußballwunder" erreichbar.
36 erzielte Tore sind Mittelmaß, dafür ist die Defensive (25 Gegentreffer) Oberligaspitze. Weniger hat nur der HFC kassiert. Im Sachsenpokal kam das Aus im Achtelfinale gegen den FC Sachsen (1:3 n. V.). Trotz der Talfahrt in den letzten Wochen bleibt für den VfB eine starke Saison. Dass die Vogtländer ernsthaft um die Regionalligaqualifikation mitspielen würden, hatte kaum jemand erwartet.
Gewinner der Saison bislang:
Neuzugang Marcel Dressel (20/Angriff), gekommen aus der A-Jugend des FC Erzgebirge, schaffte in der Rückrunde den Sprung in den Stammkader.
Delegierungen seit dem Hinspiel:
Gab es keine, allerdings liegt das ja auch erst knapp 2 Monat zurück.
Der Trainer:
Steffen Dünger (40) dürfte nach der bisherigen Saison als Trainer der Oberliga-Mannschaft weiter fest im Sattel sitzen. Er gilt als kongenialer Partner von Manager Volkhardt Kramer.
Die Mannschaft:
Platzhirsch im Tor ist nach wie vor Daniel Fröhlich (35), der in allen Punktspielen zwischen den Pfosten stand. In der Abwehr sind Steve Gorschinek (32), Markus Saalbach (24), Daniel Schuster (22) gesetzt. Uwe Kramer (31) wird - wenn überhaupt - erst in der neuen Saison wieder dazu stoßen. Im Mittelfeld bilden Steffen Vogel (25), Markus Wieland (33), Borislav Tomoski (35), Marco Weigl (25) – der übrigens wie Fröhlich alle Punktspiele in dieser Saison bestritt - sowie Thomas Pannach (25/4 Tore) das Gerüst. Mit Tobias Düring (21) drängt ein jüngerer Akteur in die Stammformation. Klare Nummer 1 im Angriff mit 11 Toren und 6 Vorlagen ist Marcel Schuch (23) vor Mirco Wemme (24), der es bislang auf 6 Treffer brachte und zudem 3x auflegte. Eher enttäuschend verlief diese Spielzeit speziell in der Rückrunde für den ehemaligen Torjäger der Göltzschtaler, Carsten Pfoh (24/4 Tore), der momentan kein Stammspieler mehr ist und selbst im Derby gegen den VFC Plauen erst 6 Minuten vor dem Ende ins Spiel kam. Für ihn erhielt zuletzt Marcel Dressel (20) das Vertrauen. Pfoh ist damit derzeit nur die Nummer 4 im Angriff.
Im Schnitt zählt der solides Oberligaformat aufweisende Kader 27,1 Jahre.
Das Umfeld:
Auch wenn es mit der Regionalliga nicht klappen wird, am "VfB-Stadion" wird weiter fleißig gewerkelt. Am 14.05.2008 wurde der Grundstein für die neue Tribüne gegenüber dem Kunstrasenplatz am Haupteingang gelegt. Die Fertigstellung dieses Bereiches inklusive der anderen Projekte wie Sanitärtrakt und der neue Teil für die Umkleiden der Spieler soll im Herbst dieses Jahres abgeschlossen sein. Die Kapazität der Arena wird sich dann auch auf knapp 6.000 erhöhen und Auerbach hat dann ein richtig kleines schmuckes Fußballstadion.
Der Zuspruch diese Saison ist etwas höher als im Vorjahr. 814 Zuschauer pro Spiel stehen 790 in der letzten Spielzeit gegenüber. Die Kassenschlager waren wie erwartet die 3 Derbies gegen Plauen (1.770), den CFC (1.700) und Zwickau (1.104) sowie die Gastspiele der Traditionsvereine aus Leipzig (1.200) und Halle (1.100). Ansonsten präsentierten sich die Kulissen jeweils im dreistelligen Bereich, Tiefpunkt des Interesses war Markranstädt (350).
Ansonsten bleibt es im Umfeld des Vereins recht ruhig und unspektakulär. Ob der VfB nächste Saison dann aus der Oberliga heraus den Sprung in die dann nicht mehr neue Regionalliga anpeilt, wird sich zeigen.