Teil 4 des "Hammer-August" mit dem schweren Gang zum Meister …
von Timo Görner
… der am Dienstag bei einer Niederlage zumindest die Tuchfühlung zur Tabellenspitze verlieren könnte. 3 Dinge sollten uns Zuversicht geben. Die eigenen Leistungen im Saisonverlauf mit starken 7 Punkten aus 3 Spielen gegen Spitzenmannschaften der Liga. Die Defensive der Gastgeber ist noch nicht auf dem Niveau, das man selber anstrebt, unsere Abteilung "Attacke" sollte Lösungen erkennen. Und bei Flutlichtspielen im "alten Bruno" sahen wir ja in den letzten Jahren deutlich besser aus als bei Taglicht.
Die letzte Saison unseres Gegners:
Endete wieder glücklos, diesmal am Dallenberg bei den Würzburger Kickers als Bayern-Vizemeister. Der dritte Anlauf zur 3. Liga in der Relegation blieb erneut erfolglos. War es zuvor gegen Havelse und vor allem Verl 2020 unglücklich, so diesmal eher verdient. Die Rot-Weißen in mindestens 3 der 4 Halbzeiten besser. Auch wenn es mit 0:1 - 1:2 knapp ausging. Die Gründe lagen auf der Hand. Mit Torjäger Stefan Maderer und Top-Vorlagengeber Jonas Arcalean fehlten in der Endphase der Liga und den beiden entscheidenden Begegnungen zwei enorm wichtige Offensivkräfte. Beide konnten nicht ersetzt werden. Lok in der Frühjahrsrunde 2026 nicht so stabil wie im gleichen Zeitraum 2025. Musste damit bis zum letzten Spieltag um den Staffelsieg kämpfen, Würzburg konnte sich durch den Aufstiegsverzicht des 1. FC Nürnberg II und der Unterhachinger vor den Playoffs entspannt vorbereiten.
Der Herbst 2025 verlief wie bekannt recht gut, Lok wieder Nr. 1 zum Jahreswechsel mit 15 Siegen und nur 3 Niederlagen bei starker Defensive, nur 14 Tore in 19 Spielen kassiert. Die ersten 9 Spiele ungeschlagen, 6 Siege allerdings knapp mit 1 Tor Unterschied wie gegen uns. 4-mal hieß es 1:0, Lok effektiv. Deutlich wurde es gegen Luckenwalde (4:0). Erst Jena stoppte die Serie und schickte die Blau-Gelben mit 1:0 nach Hause. Die Reaktion bärenstark, der Meister gewann 4 Partien in Folge. Die Abwehr weiter sicher, Gegentreffer wurden nur in Halle (4:2) registriert. Erfreulich der erneute Sieg in Erfurt wie Derbysieg gegen Chemie (2:0). Einzig der spätere Zweite aus der Saalestadt konnte Lok einigermaßen folgen bei 4 Punkten Rückstand. Erfurt schon deren 9 weg, Vorjahresvize Halle gar vorentscheidende 14.
Das Niveau blieb nicht so. Lok stolperte bei Preußen und gegen die eigentlich auswärts durchschnittlichen Zwickauer (0:2). Das 3:2 in Fürstenwalde gegen die VSG war aber ein solider Abschluss 2025. Im Frühjahr 2026 stockte der Motor dann hin und wieder. Der Start ging ja bei uns gründlich daneben. Bilanz bis zum Ende: 15 Spiele – 8 Siege – 2 Remis – 5 Niederlagen, keine Top-Ausbeute. Überraschend die Pleiten im eigenen Stadion gegen Preußen (1:3) und vor allem Zehlendorf (0:2). Jena gewann auch das zweite Duell gegen Lok (1:2), machte es wieder richtig spannend. Enorm ärgerlich das Ende der Siegesserie gegen die Grün-Weißen aus der Stadt (0:1) in Leutzsch. Zum Abschluss der Liga war es erst ein enormer Kraftakt gegen Magdeburg II zum 5:2, welcher den erneuten Titel sicherte. Alles Weitere ging freudlos in die Vereins-Historie ein.
Im eigenen Revier Jena und Zwickau besser. Auf Reisen niemand, 65:30 Tore stellten die drittbeste Offensive und beste Defensive. Im Pokal lief es nicht so richtig. Im DFB-Pokal setzte der spätere Erstligaaufsteiger Schalke in Runde 1 das Stoppzeichen, im Landespokal Drittligaabsteiger Aue ebenfalls 0:1. Auch hier Marcel Bär der "Matchwinner".
Delegierungen für diese Saison:
Nach dem erneut in der Relegation verpassten Aufstieg gab es nicht unerwartet Veränderungen im Kader, dazu auch beim Cheftrainer. Lok stand vor einer schwierigen Aufgabe, sich wieder so aufzustellen das man ganz oben mitspielen kann.
Innenverteidiger Laurin von Piechowski (32/Babelsberg) blieb in der Staffel. Rückkehr zu seinen Wurzeln. 2017 ging es von 03 zum CFC in dessen Abstiegssaison. Weitere Stationen Rödinghausen, Elversberg, Homburg und eben Lok 2024 bis 2026. Linksverteidiger David Grözinger (27) wechselte zu Ex-Drittligist und Regionalliga-Aufsteiger VfR Aalen, kam auf 5 Vorlagen. Im Angriff verließ Mittelstürmer Stefan Maderer (29/Sandhausen) den Club, Bilanz: 64 Spiele – 31 Tore – 11 Vorlagen. Ein ärgerlicher Verlust, sein Ausfall in der Relegation war mitentscheidend. Das die Spieler, welche sich weitestgehend als Stammspieler und Leistungsträger erwiesen.
Dazu kamen auch noch Akteure, die zumindest im Jahr davor wichtig waren. Linksaußen Min-gi Kang (25), der von Piechowski folgte wie Ersatzkeeper Niclas Müller (23) oder Rechtsaußen Pasqual Verkamp (28). Er spielt nun in Thailand bei Erstligist BG Pathum United.
Unmittelbar nach dem wieder unglücklichen Ende der Saison nahm dann auch Erfolgscoach Jochen Seitz (49) seinen Hut, die Gründe sind bekannt. Somit musste auch hier ein neuer Cheftrainer her.
Für das Tor holte Lok Justin Duda (19/Braunschweig), letztes Jahr an Südwest-Ligist SG Barockstadt Fulda-Lehnerz verliehen. Jung auch Felix Daffner (19/RBL U19). Beide wohl erstmal Nr. 2 und 3 hinter Stammkeeper Andreas Naumann.
Die Abwehr sah nur Linksverteidiger Eliyas Strasner (21/Hertha BSC II) als Neuen.
Im Mittelfeld wurde "6er" Julian Lempe (19/U19) befördert. 2025 aus der RB-Jugend. Weiterhin Gabriel Sadlek (20/Duisburg). Simon Schierack (21/Slask Wroclaw) hat ebenfalls eine Vergangenheit am Cottaweg. 2024 aus der U19 nach Polen. Beide spielen normal die "8er" Position. Sadlek zählte zum Profikader der "Zebras", kam aber über einen Kurzeinsatz und 2 Spiele im Pokal nicht hinaus. Letzter Neuzugang dann zum 19.08.2026 Mittelfeld-Allrounder Nils Kaiser (24/Essen). Bei RWE mit 44 Spielen in der 3. Liga, in 2025/2026 aber nur von der Bank ins Spiel. Zweifellos ein bemerkenswerter Transfer.
Im Angriff wurde stärker agiert. Als Ersatz für Maderer wechselten Ricky Bornschein (26/Aue) und vor wenigen Tagen Julian Kügel (29/Ingolstadt). Kügel absolvierte 88 Spiele in Liga 3 für die "Schanzer" und Unterhaching: 9 Tore + 13 Vorlagen. Bornschein im Vorjahr 15-mal auf dem Platz. Der Rumäne Patrick Vuc (22/CSC 1599 Selimbar) wirbelt Rechtsaußen, zuletzt 2. Liga in seiner Heimat. Artur Mergel (28) war bei uns, Samim Bigi (18) siehe Lempe, beide auf dem linken Flügel zu Hause.
Die zwei bedeutendsten Transfers sicher Kügel und Kaiser, vor Bornschein und Mergel. Bei der Kaderzusammenstellung hatten die Verantwortlichen in den letzten 2 Jahren ja ein sehr gutes Händchen. Die meisten waren aber wohl auf den Ex-Coach zurückzuführen. Spannend, wie es in der neuen Besetzung Ziegner – Wachsmuth funktioniert.
Die sportliche Leitung:
Nach dem durchaus etwas überraschendem Rücktritt von Meistertrainer Jochen Seitz war man auf die Neubesetzung gespannt. Am Ende wurde es ein bekannter Name im Nordosten mit Torsten Ziegner (48), einer derer, die dafür auch im Gespräch waren. Stationen zuvor Zwickau, der Hallesche FC, Duisburg und Würzburg. Robin Hintz (31) blieb der Co-Trainer, das seit 2023. Zuvor in gleicher Funktion bei der U19 des HFC. Zur gleichen Zeit begann Torwarttrainer Tomislav Piplica (57) hier seine Arbeit.
Toni Wachsmuth (39) blieb der starke Mann der sportlichen Chefetage als Geschäftsführer Sport. Ex-Vereinschef Thomas Löwe (59) unterstützt als Berater des Managements. Silvio Schoenke (42) fungiert als Mannschaftsleiter. Im Grunde hat sich "nur" der Cheftrainer geändert.
Die aktuelle Saison bislang:
Lok spielt wieder oben mit, zu erwarten trotz der Veränderungen im sportlichen Bereich und einer noch stärkeren Konkurrenz als im Vorjahr. Es bleibt aber bislang wie im Frühjahr dabei, die ganz große Stabilität aus der Saison 2024/2025 und Herbstrunde darauf fehlt derzeit (noch). Steigerungspotential gibt es im Abwehrbereich. 9 Gegentore in 5 Begegnungen sind für die Tabellenspitze zu viel. Hier zeigen sich die meisten Mannschaften besser. Dazu kam ein Patzer in einem Spiel, wo die 3 Punkte normalerweise "Pflicht" waren.
In den zwei wichtigsten Testspielen der Vorbereitung deutete sich die genannte Problematik an, auch wenn der Aussagewert in solchen Begegnungen immer realistisch einzuschätzen ist. Gegen den tschechischen Zweitligisten SK Kladno setzte es in Naunhof ein 3:3. Die Generalprobe wurde wie beim CFC auch verloren, Zweitligist Hertha BSC gastierte im "Bruno" und gewann mit 3:1, hätte das Ergebnis deutlicher gestalten können. Immerhin kam Lok hier zum zwischenzeitlichen Ausgleich.
In Luckenwalde zunächst die kalte Dusche, nach 180 Sekunden der Rückstand. Egalisiert noch deutlich vor der Pause und mit starker Schlussphase per Doppelpack zum Auftaktsieg gedreht. Ganz wichtig für die Stimmung. Zur Heimpremiere kam der Gegner vom letzten Meisterschaftsspiel der Vorsaison. Der FCM II wieder in Führung, brachte Lok in Schwierigkeiten. Halbzeitübergreifend schien mit den Toren zum 3:1 innerhalb 16 Minuten eigentlich schon entschieden. Umso erstaunlicher, dass die Gäste mit 2 Chancen innerhalb 180 Sekunden den Ausgleich erspielten. Am Ende ging das Remis sogar in Ordnung. Ein unbefriedigender Auftakt, aber signifikant für die Saison bislang. 9 Gegentore in 3 Spielen damit. Bei den Preußen gelang die Revanche für die beiden Pleiten zuvor, stark die Reaktion nach dem 1:1 mit dem Siegtor 2 Minuten später. In der letzten Woche ohne Termine am Wochenende wurde wie beim CFC getestet, beim VfB Zwenkau 3:1 gewonnen. Aber wieder nicht "Zu Null". Auf Pflichtspielebene datiert blieb der Kasten letztmalig am 24.04.2026 sauber. Lok wie der CFC im Vorjahr. Offensiv sehr gut, defensiv ist Luft nach oben.
Das Spieler-Kollektiv:
Im Tor bleibt Andreas Naumann (33) weiter der Fixpunkt. Dahinter kommen Justin Duda (23) und Felix Daffner (19). Zwar ist mit Marian Kirsch (22) derzeit ein weiterer Keeper im Gespräch, erscheint aber eher nicht nachvollziehbar. Im Vorjahr im Zweitligakader von Preußen Münster, aber da ohne Einsatz. Naumann einer der besten seiner Zunft in dieser Staffel, aber hin und wieder auch mit Schwächen beim Herauslaufen. Wie beim 0:3 an der Gellertstrasse im Frühjahr.
Lok spielt normal ein 4-4-2, also Viererkette in der Abwehr. Als Innenverteidiger liegen Filip Kusic (30/1), Lukas Wilton (31) vorn. Jan Stein (24) und Pepe Böhm (20) kamen bislang kaum zum Zug. Möglich, dass hier noch mal nachverpflichtet wird. Rechts kann sich Tobias Dombrowa (30) weiter behaupten, steht bereits wieder bei guten 3 Torvorlagen. Seit mittlerweile 4 Jahren bei den Messestädtern. Auch der einzig gelernte Rechtsverteidiger im Team. Links läuft es für Arne Rühlemann (24) ordentlich, bislang 3-mal in der Stammformation. Auf der Position kam aber auch schon mehrmals Alexander Siebeck (32) auf den Platz. Für Eliyas Strasner (21) ist der Wechsel von Hertha BSC II derzeit (noch) eher ein Flop.
Im Mittelfeld gibt es die Doppel-6. Absoluter Eckpfeiler hier Farid Abderrahmane (30/2), auch der Kapitän der Mannschaft. Bei Tasmania mit dem wichtigen Ausgleich zum 1:1 per Elfmeter. Weiterhin etatmäßig hier Julian Lempe (19). Durfte sich zum Heimauftakt gegen Magdeburg II über die Berufung in die Anfangself freuen. Als ausgebildete "8er" stehen Alexander Siebeck, Nils Kaiser (24), Gabriel Sadlek (20), Simon Schierack (21/1) zur Verfügung. Schierack dabei durchaus eine positive Überraschung, bis auf 1 Begegnung von Beginn an aktiv. Zentral offensiv etabliert ist Eren Öztürk (20), allerdings noch ohne Torbeteiligung neben dem Kroaten Dorian Cevis (25/1). Durch das 4-4-2 mit zwei Offensiven in diesem Sektor bedienen beide die jeweiligen Außenbahnen.
Prunkstück der Mannschaft bleibt der Angriff. Mit Vereins-Ikone Djamal Ziane (34/1), Ricky Bornschein (26/3) und nun auch Julian Kügel (29) hat Lok 3 Mittelstürmer mit sehr guter Qualität für diese Liga. Kügel mit Top-Einstand bei Tasmania, bereitete 2 der 3 Treffer vor. Auf dem rechten Flügel kann man auf Jonas Arcalean (29), Malik McLemore (29), Patrick Vuc (22) bauen. Arcalean aber seit Monaten außer Gefecht. Malik McLemore ist noch Monate kein Thema. Patrick Vuc sollte diese Ausfälle schnell kompensieren, was aber so noch nicht vollständig der Fall ist. Beim Linksaußen dürfte der Nigerianer Ayodele Adetula (28/3) weiter das Vertrauen haben. Im Vorjahr 17 Treffer und insgesamt herausragende 23 Torbeteiligungen. Artur Mergel (28) hat es hier schwer, bislang ohne Bedeutung wie der junge Samim Bigi (18).
Beim Blick auf den Kader drängt sich ein wenig der Eindruck auf, dass der CFC, was die doppelt gute Besetzung von Positionen betrifft, etwas besser aufgestellt ist. 27 Spieler stehen im Kader, immerhin 3 mehr als bei uns. 25,8 Jahre im Schnitt sind das zweitälteste Aufgebot der Staffel hinter der VSG.
Krankenlager / Strafbank:
Man hat 2 Langzeitverletzte. Jonas Arcalean muss seit Mitte April wegen Schlüsselbeinbruch pausieren, Malik McLemore kann wenn erst März 2027 zurückkommen. Grund: Kreuzbandriss.
Prognose:
Lok spielt wieder oben mit, es wird aber enorm schwer, den Titel-Hattrick zu schaffen. Steigern muss man sich defensiv, um damit die notwendige dauerhafte Stabilität zu erreichen. Personell sollte in der Abwehr noch mal nachgebessert werden. Tipp: unter die ersten 4.
Bilanz gegen unseren Gegner:
83 Duelle gab es bereits, dabei traten beide Vereine mit je 2 Namen an. Lok ein paar Jahre als VfB, wir viele Jahre als FCK. Nach dem 3:0 zum Jubiläumsspiel im Frühjahr liegen wir wieder ganz knapp vorn mit 33 gegen 32 Siege. Auch an Toren: 142:139.
In Leipzig liegen die Blau-Gelben vorn, konnten uns 22-mal besiegen und verloren 13 Begegnungen. In 9 Gastspielen seit 2018 jubelte Himmelblau nach 2 Partien mit 2:1 und 2:0 und musste 4-mal zurückstecken. Vom letzten Sieg am 08.11.2024 ist bei uns neben Chefcoach Benjamin Duda nur noch Roman Eppendorfer dabei, kam nach 36 Minuten für den verletzten Niclas Erlbeck rein. Bei unserem Gastgeber dagegen Andreas Naumann, Lukas Wilton, Alexander Siebeck und natürlich Djamal Ziane.
Das Umfeld / Wirtschaft / Stimmung:
Die Enttäuschung nach dem zum 3. Mal in der widersinnigen Relegation verpassten Aufstieg in die 3. Liga war entsprechend und verständlicherweise groß. Die Spielzeit 2026/2027 brachte die Herausforderung, sich sportlich durch vermutliche Abgänge von Leistungsträgern und den eher unerwarteten Rücktritt des erfolgreichen Cheftrainers teilweise neu aufzustellen. Der befürchtete große Aderlass beim Kader blieb aus, bis auf die genannten konnten die Leistungsträger gehalten werden. Dazu verlief die Suche und die Verpflichtung auf der Trainer-Position schnell und geräuschlos. Mit Torsten Ziegner kam ein Kenner des Nordostens und jemand, der schon mal einen Verein in die 3. Liga führen konnte. Somit konnte der erneute Anlauf angegangen werden, denn nichts anders als der Hattrick der Meisterschaft und nun direkte Sprung nach oben kann das Ziel sein. April 2026 bescheinigte der für die 3. Liga zuständige DFB Lok die Zulassung, unter Auflagen. Gefordert werden noch weitere technisch-organisatorische Maßnahmen am Stadion und im Umfeld. Dann entfällt der Zusatz "vorläufig". Die Mindestanzahl von 2.000 Sitzplätzen wurde geschafft, aber 1.200 auf der Holztribüne müssen noch erneuert bzw. feuersicher gemacht werden. Ein Knackpunkt der Brandschutz dort. Gefordert sind auch noch Verbesserungen an den Medienarbeitsplätzen, Flächen für TV-Übertragungswagen und dem 1998 in Betrieb genommenen Flutlicht. Tendenz aber eindeutig, Lok sollte es schaffen, ggf in der 3. Liga an der Connewitzer Str. bleiben zu dürfen.
Die Unterstützung auf den Rängen hat durch die Ausgänge der letzten Jahre keinen Schaden genommen. 2025/2026 strömten im Schnitt 6.352 durch die Stadiontore. Viertbester Zuspruch der Liga hinter Jena, Erfurt, Halle. Solider Anstieg zu 5.565 aus dem Jahr davor. Deutlich vor dem Erzrivalen aus dem Westen der Stadt, der allerdings ja maximal 4.999 einlassen darf. Der "Kassenschlager" natürlich das Ortsderby bei 11.121, fünfstellig auch noch mal das Interesse im "Gipfel-Treffen" gegen Jena - 10.181. Zum Relegations-Hinspiel gegen die Kickers fanden sich 10.787 ein. Gegen Vereine ohne Attraktivität und zudem einer mittleren bis größeren Fanbase wurde es überschaubarer im Rund bei knapp unter und über 5.000. Tiefpunkt Luckenwalde mit aber immer noch für die 4. Liga guten 4.468. In der aktuellen Spielzeit ist der CFC der erste Gast, welcher eine gewisse Zugkraft besitzt und auch ein paar mehr Fans mitbringt als Hertha BSC II und FCM II. Somit sollten die 5.001 - 4.056 getoppt werden. Der reisende Himmelblaue wird sich auf rund 6.000 bis 6.500 Lok-Freunde einstellen können. Als Hauptsponsor unterstützt seit 2025 eine Firmengruppe mit Engagements in Recycling und Aufbereitung, Unternehmensentwicklung, Immobilienentwicklung, Erneuerbare Energien, Nachhaltiges Bauen. Das Unternehmen ist zudem an der Firma des Ex-Hauptsponsors beim FSV Zwickau beteiligt, der bei den "Schwänen" zugunsten des neuen ins "zweite Glied rückte". Somit unterstützt man zwei Clubs dieser Liga. Das finanzielle Engagement soll sich in einem für Viertligaverhältnisse "sehr solidem Rahmen" bewegen und wurde Sommer 2026 bei der Verlängerung noch mal erhöht. Das Sagen dort hat mit Robert Eckhold der Vizepräsident. Hinzu kommt das sehr gut aufgestellte Netzwerk an weiteren mittleren und kleineren Geldgebern.