Abschluss des August-Programms, welches einigen Kopfschmerzen bereitete …
von Timo Görner
… bei 5 Gegnern, die alle für ganz oben angesiedelt waren. Satte 10 Punkte aus den 4 Spielen konnten wir generieren, wer hätte das vor der Saison gedacht. Gegen den FC Carl Zeiss Jena ist noch mal eine feine Leistung erforderlich. Dass dies geht, konnte die Mannschaft bislang eindrucksvoll beweisen.
Die letzte Saison unseres Gegners:
So knapp schlitterten die Thüringer noch nie an Platz 1 seit dem Abgang aus der 3. Liga 2020 vorbei. 5 Tore sollten fehlen. Bemerkenswert, bei 5 Gegentoren weniger hätte es einen absoluten Gleichstand mit dem 1. FC Lok an Punkten und dann 65:30 Toren gegeben. Ebenso sollte nicht unerwähnt bleiben, dass der CFC im Grunde mit dem 4:1 an der Gellertstraße letztendlich mit ins Rennen um Rang 1 eingegriffen hatte. Nach der Herbstrunde 2025 trennten Jena 5 Punkte von den Leipzigern. Am Ende musste man sich durchaus ärgern, denn die Blau-Gelben stolperten ja im Frühjahr 2026 mehr als erwartet. Dazu wurden beide Spiele gegen Lok gewonnen. Ob der FCC wie der eine oder andere mutmaßte, gegen die Würzburger besser ausgesehen hätte, bleibt Spekulation. Zumindest schienen die Kicker von den Kernbergen an der Saale in der letzten Phase der Liga etwas besser in Fahrt.
Zur Winterpause standen sehr gute 41 Punkte aus 19 Spielen. Im eigenen Stadion der FCC eine Macht, ungeschlagen in 9 Partien bei 7 Siegen. Die Defensive stabil, nur 4 Gegentreffer. Vor dem Hinspiel am 10. Spieltag mit seinen Begleiterscheinungen Jena als 4. nur 3 Zähler entfernt vom 1. Starker Auftakt in Babelsberg (4:1), geglücktem Heimdebüt gegen Hertha BSC II (1:0). Einzig das 1:2 bei "Angstgegner" Altglienicke ernüchterte. Dagegen standen die Auftritte gegen Zehlendorf (4:0), beim "kleinen Derby" in Meuselwitz (3:0). In Zwickau wurde ein torloses Remis eingefahren. 5-mal "stand die Null", dem verdienten Sieg gegen uns ließ Jena das 1:0 gegen den Meister folgen. Erfolgreich ging es weiter, bis zur Winterpause wurde nur 1-mal verloren. Aber eben das "Thüringen-Classico" in Erfurt. Dem Doppelschlag in Min. 32 und 36 lief Jena hinterher, kassierten schon nach 50 Minuten das vorentscheidende 3. Tor. Unnötig zudem das 3:3 in Greifswald. Im Stil einer echten Spitzenmannschaft das 3:2 beim BFC Dynamo.
Im Gegensatz zum HFC und Zwickau warfen die Jenaer ihren Hut bei der Lizenzierung in den Ring. Der März sollte dann fürs Gesamtergebnis negativ reinhauen. Die Niederlagen in Eilenburg und zu Hause gegen Meuselwitz (1:2) schmerzten, 2 Absteiger wohlgemerkt. Ebenso das 1:4 im Rückspiel, der Elfer von Dejan Bozic kurz vor der Pause Anfang vom Ende. Unerklärliche Schwankungen, absolut gegensätzlich die Siege bei Lok (2:1) in der Liga und im Pokal beim "Wahnsinns-Spiel" in Erfurt. Beginn der besten Phase. Aus den restlichen 9 Spielen um Punkte standen 8 Siege, erfolglos nur die Magdeburg-Reise (1:4). Man rückte Lok noch mal auf die Pelle. Brillierte gegen Zwickau (5:1), zog das Duell in Halle. So fiel die Entscheidung am letzten Spieltag, gegen Rot-Weiß. Und ein paar Minuten war das Ticket zur Relegation auch in der Hand. Im eigenen Revier der FCC Nr. 1 mit 42 Punkten und der besten Abwehr. Auf Reisen reichte es zu Platz 3. 65:35 Tore drittbeste Offensive und zweitbeste Defensive. Mehr als nur ein schwacher Trost der Landespokal, erkämpft im Finale zu Hause gegen Cupverteidiger Meuselwitz.
Delegierungen für diese Saison:
8 gingen, 10 kamen. Ein "mittelgroßer Umbruch". Die wenigsten Veränderungen im Kader seit 8 Jahren. Da lag Jena teils erheblich drüber. Grund kann die allgemeine Zufriedenheit mit der sportlich guten letzten Saison sein. Allerdings gab es mal wieder einen Wechsel beim Cheftrainer.
Im Mittelfeld schaffte Alexander Prokopenko (24/Viktoria Köln) den Aufstieg in die 3. Liga. Ausbildung Zentral Offensiv spielte er 2025/2026 fast ausschließlich Linksaußen. Empfehlung 6 Tore und 14 Vorlagen in 2 Jahren. Einer aus dem Nachwuchs, 2021 aus der U19 zu den Profis, ging es zum SC Freiburg II, dann nach Cottbus. Patrick Weihrauch (32/FC Pipinsried) gilt ebenfalls als Offensiv-Kraft in diesem Bereich, kehrte in seine Heimat zurück und kickt in der Oberliga Bayern. "6er" Justin Schau (27/Dynamo Dresden II) ging auch eins tiefer, nach 9 Jahren an den Kernbergen. Blickt auf 221 Einsätze zurück. Im Angriff gab es mit dem gebürtigen Berliner Emeka Oduah (24/Altglienicke) einen ärgerlichen Abgang zu einem Mitkonkurrenten. Kam erst September aus Emden, obwohl kein stabiler Stammkader 9 Tore in 25 Spielen. Nicolas Wähling (28/Barockstadt Fulda) auf Linksaußen hielt es auch nur ½ Jahr. Jetzt aktiv in der Südwest-Staffel.
Das die, welche überwiegend oder fast durchgängig gesetzt waren.
Für das Tor wurde Luca Mengel (17/RBL U17) geholt. Auch die beiden neuen Innenverteidiger mit dem Kameruner Miguel Boog (19/Wolfsburg U19), Lennox Fink (19/U19) sind Nachwuchsspieler. Dion Ajvazi (22/Hertha BSC II) sollte im Mittelfeld zentral offensiv verstärken. Ehemals U21-Auswahlspieler Albaniens, im Vorjahr kurzzeitig Kapitän der U23. Für mehrere Wochen nicht einsatzfähig, Grund: Knöchelverletzung. Im Angriff wurde kräftig agiert, hier wurden 6 Personalien vermeldet. Darunter ein "Rückkehrer". Als Mittelstürmer gelten Benno Walter (18/Schott Jena), Pit Kirchhoff (19/U19), Luca Wollschläger (23/Saarbrücken). Letzterer wechselte 2025 von Hertha BSC II zum Drittligisten. Dort aber ohne Bedeutung. 2024/2025 8 Tore für die Berliner. Auf Linksaußen erhielt Emilio Munser (18) nun offiziell den Kaderplatz bei der Ersten. Im Vorjahr schon 5-mal auf dem Platz, 1 Tor. Gilt als größtes Talent der Nachwuchsschmiede in den letzten Jahren. Rechtsaußen wurde Tristan Teuber (17/U19) ebenfalls befördert. Der "Königstransfer" aber das Comeback von Elias Löder (26/Ulm), hängende Spitze als Profil. Für ihn lief es bei den "Spatzen" eigentlich gut - 10 Tore, 19-mal Stammspieler. Den Durchmarsch in die Regionalliga konnte er aber nicht verhindern.
Jena holte also vorwiegend Nachwuchsspieler, zog mehrere aus der U19 hoch. Zieht man Löder ab, ergibt sich ein Altersschnitt von gerade mal 18,8 Jahren. Das als Vizemeister des Vorjahres mit der Möglichkeit, des direkten Aufstiegs als Staffelsieger. Das Konzept der Thüringer bekannt, es soll überwiegend aus eigenen Kräften bestritten werden. Eben das führte ja zur Trennung von Volkan Uluc. Der dies so nicht mitgehen wollte.
Die sportliche Leitung:
Nachdem Volkan Uluc seine Zelte in Jena zum zweiten Mal in seiner Trainer-Laufbahn abgebaut hatte, musste natürlich ein Nachfolger her. Das Anforderungsprofil klar, er sollte mit jungen Talenten arbeiten können und da Erfahrung vorweisen. Marco Grote (53) wurde es. 2004 der Start der zweiten Laufbahn als Co-Trainer beim VfB Lübeck. 2007 bis 2020 in unterschiedlichen Funktionen im Nachwuchs des SV Werder Bremen. Stationen danach Osnabrück, Apollon Smyrni (Zypern), Union Berlin bis 2024. Dort 3-mal als Interimstrainer in der 1. Bundesliga. Wichtigste Stationen als Spieler der VfB Oldenburg und HSV II in der Nord-Staffel.
Als Co-Trainer unterstützt weiter Ex-Kicker René Lange (37), begann wie Torwarttrainer Paul Küas (27) im Sommer 2025. Ion Mogos-Lindemann (21) zeichnet für die Video-Analysen verantwortlich. Der starke Mann in der sportlichen Chefetage blieb der Serbe Miroslav Jovic (55), das seit März 2025.
Die aktuelle Saison bislang:
Man ist oben dran, aber (noch) nicht dabei. Der Grund ist angesichts der vergangenen Spielzeit bemerkenswert. Eingedenk des DFB-Pokalspiels am vergangenen Wochenende stehen 3 Niederlagen in 4 Heimspielen. Dafür präsentiert sich der Vizemeister auf Reisen effektiv, 2 Tore brachten 6 Punkte. Die beiden wichtigsten Testspiele in der Vorbereitung verliefen positiv. Erstligist Union Berlin wurde Mitte Juli kurz nach deren Gastspiel an der Gellertstraße 2:0 besiegt. Bei Bayern-Regionalligist Bayreuth ein 1:1 erreicht. Lange Gesichter deshalb nach der Auftaktpleite gegen Zwickau. Trotz der Führung, die man auszubauen versäumte, trotz guter Gelegenheiten. So schlugen die "Schwäne" noch zweimal zurück. Kurz vor der Pause und vor Ende. Der Sieg in Babelsberg mit "Lucky Punch" in der Nachspielzeit, eher sah es nach einem Erfolg der Gastgeber aus. Überzeugend war es nicht so ganz.
Dem "Pflichtsieg" gegen Aufsteiger RSV Eintracht zum 4:0 folgte die 2. Heimpleite, ausgerechnet im Derby. Wieder Führung, erneut konnte der Gegner diese drehen. Reaktion erneut mit 1:0 auf Reisen, diesmal bei Schlußlicht Chemie durch den Geniestreich von Eshele. Fazit: 3 der 5 Spiele ohne Gegentor, zieht man den klaren Sieg gegen den RSV ab, 4 Tore in 4 Spielen. So ganz rund läuft das Jenaer Uhrwerk (noch) nicht. Im DFB-Pokal gegen Zweitligist Darmstadt konnte man den Rückstand ausgleichen, aber nur 2 Minuten. Der Kampf und das Anrennen blieb unbelohnt. Die kommenden 2 Spiele in der Liga dürften richtungweisend sein. Erst bei uns, dann gegen Altglienicke.
Das Spieler-Kollektiv:
Im Tor bleibt Marius Liesegang (26) klare Nr. 1, im Vorjahr nur 1-mal nicht im Kasten aufgrund einer Erkrankung. Vertreten da von Till Härting (19), 2025 aus der U19 befördert. Luca Mengel (17) gilt als Nr. 3. Er im Herrenbereich noch ohne jede Erfahrung.
Auch in Jena wird die Viererkette in der Abwehr bevorzugt. Als Innenverteidiger zählen Sören Reddemann (30), der Kameruner Miguel Boog (18) zu den wichtigsten Akteuren. Hier gibt es derzeit allerdings 2 Ausfälle aufgrund Verletzungen. Klarer Fixpunkt auf der rechten Seite Kapitän Nils Butzen (30), seit über 3 Jahren dabei. In 122 Spielen unseres Gastes mit durchaus starken 22 Torvorlagen. Dazu die Erfahrung aus den Stationen Zwickau, Rostock, Magdeburg. Keine Chance hier für Paul Krämer (19). Links verteidigt wenn fit Malik Talabidi (25), rückte im DFB-Pokalspiel gegen Darmstadt auf die Innenverteidiger-Position. Dafür ging Butzen nach Links, Talabidi wurde durch Timon Burmeister (23) vertreten. Alternative wäre noch Marcel Hoppe (26). Gegen die Hessen gab es allerdings das defensivere 5-3-2. Bei uns sollte es wieder "normal laufen".
Im Mittelfeld setzen die Trainer auf die Doppel 6. Eckpfeiler hier Routinier Moritz Fritz (33), bringt 133 Einsätze in der 3. Liga für Viktoria und Fortuna Köln mit. Maurice Hehne (29) ist ebenfalls für diese Aufgabe ausgebildet, kann aber auch Innenverteidiger spielen. Was aufgrund der genannten Personalprobleme so praktiziert wurde. An das letzte Duell gegen uns wird er sich nur ungern erinnern. Sah die Rote Karte wegen einer Notbremse, es läutete mit die Wende zu unseren Gunsten ein. Auf der "8er" Position sind Jannes Werner (20), Osazee Aghatise (23), Lean Schoima (19) zu Hause. Alle 3 aber bislang ohne Bedeutung. Dion Ajvazi (22) ist offensiv ausgerichtet, der Albaner mit 6 Spielen in der U21 seiner Heimat.
Im Angriff ist einiges Personal vorhanden, nominell 10. Einer der Leistungsträger hier fraglos "Heimkehrer" Elias Löder (26/1) hinter den Spitzen. In der Liga 3 Torbeteiligungen und auch gegen Darmstadt 98 zum Ausgleich erfolgreich. Als Mittelstürmer stehen Manassé Eshele (27/1), Luca Wollschläger (23), die Jungspunde Benno Walter (18), Pit Kirchhoff (19) bereit. Walter und Kirchhoff aber "Perspektivspieler" hinter Eshele und Wollschläger. Der herausragende Akteur im Sturm derzeit Emilio Munser (18/3) auf Linksaußen. Gegen den RSV "Matchwinner" mit "Doppelpack". Klar dahinter Jona Kratzenberg (20). Auf Rechtsaußen hat Timon Burmeister (23) seinen Platz, vor Tristan Teuber (18). Kevin Lankford (27/2) verdient den Titel "Allrounder". Wechselt zwischen beiden Flügeln, wie Löder als hängende Spitze oder offensiv im Mittelfeld.
Im Kader stehen einige "Eigengewächse". Die starke Nachwuchsabteilung soll hier liefern. Härting, Krämer, Werner, Schoima, Kratzenberg, Munser, Teuber, Kirchoff wurden aus der U19 hochgezogen. Munser gilt als Stammspieler. Weitere stammen aus dem Nachwuchs anderer Vereine. Boog (Wolfsburg), Ajvazi (Hertha BSC). 27 stehen im Aufgebot, denkbar, dass man den einen oder anderen der Talente für Spielpraxis verleiht. 23,4 Jahre im Schnitt unterbieten nur der RSV Eintracht, Hertha BSC II und Magdeburg II. Vorige Saison lag Jena noch bei 24,4.
Krankenlager / Strafbank:
Für Maxim Hessel ist die Herbstrunde seit Mitte Juli beendet, er pausiert wegen Kreuzbandriss. Lennox Fink musste zuletzt wegen muskulärer Probleme passen. Beides Innenverteidiger.
Prognose:
Jena bleibt weiter ein ernsthafter Kandidat für die oberen Plätze, der Kader ist gut besetzt. Gibt es keine schwerwiegenderen Ausfälle, sollte es für einen Rang unter den besten 5 reichen. Für Platz 1 aber wohl eher nicht.
Bilanz gegen unseren Gegner:
Das Duell gilt ohne Frage als Klassiker im Nordosten. Beachtliche 86 Partien gab es bereits. Wir liegen hinten mit 27 Siegen gegen 32 Niederlagen bei 96:124 Toren. In der Bezirkshauptstadt schaut es sehr gut aus. Konnten wir 20 Begegnungen siegreich gestalten, verloren nur 4. In den letzten 8 Heimspielen gegen den FCC verloren wir lediglich am 08.02.2025 mit 1:2. Von unserer Seite ist aus der Startelf nur noch Tom Baumgart dabei. Bei Jena Liesegang und Butzen. Die Verhältnisse an den Kernbergen sind ebenso eindeutig, 7 Siege – 28 Niederlagen.
Das Umfeld / Wirtschaft/ Stimmung:
Es bleibt schwierig beim Traditionsverein und EC-Finalisten 1981. Die finanzielle Lage konnte in den letzten 2 Jahren verbessert werden, die Tendenz ist durchaus positiv. Im Dezember 2025 konnte ein Rekordertrag von 7,5 Mio. € verkündet werden. Fast eine Verdoppelung in dem genannten Zeitraum. Davon 2,7 Mio. € Sponsorengelder, 1,2 Mio. € durch Merchandising, 2,1 Millionen Euro aus dem Spielbetrieb. Vornehmlich wurde die Steigerung hier durch die höheren Ticketverkäufe erreicht, 3.200 verkaufte Dauerkarten spielten hier natürlich eine wichtige Rolle. 316.000 € gab es aus Transfererlösen. Hamza Muqaj wechselte für 250.000 € Ablöse zu Holstein Kiel, für Erik Weinhauer hatte der aufnehmende Verein 40.000 € bezahlt. Der Rest im Nachwuchssektor. Trotz der erheblich gesteigerten Einnahmen kein großer Befreiungsschlag. Es sind die Ausgaben, welche dem Club die Sorgenfalten bereiten. Vornehmlich die Infrastrukturkosten für das Stadion. An Miete sind 500.000 € pro Jahr zu entrichten. Durch die Besetzung der Regionalliga Nordost fallen mehrere Begegnungen in die Kategorie "Hochsicherheitsspiel". Macht den Einsatz von 250 statt 90 Kräften in dem Bereich. Im Vorjahr fielen da 600.000 € an. Insgesamt sieht die Kostenseite 4,3 Mio. € für den Spielbetrieb mit allen, was dazu gehört. Bleiben für den Profibereich "nur" 3 Mio. €. Klare Konsequenz deshalb weniger relativ teure Neuverpflichtungen, primär wird auf den eigenen oder externen Nachwuchs gesetzt. Eben deshalb trennten sich die Wege von Volkan Uluc. 450.000 € wären noch durch den Mitgesellschafter "Jen-Arena" verfügbar, sind aber im Herbst 2026 theoretisch aufgebraucht. Enorm wichtig wäre der Verbleib der Frauen-Mannschaft in der 1. Bundesliga gewesen, das wurde aber deutlich nicht erreicht. Diese hatte mit der A-Jugend ein sattes Plus von 500.000 € eingebracht. Ziel bleibt wie beim CFC mindestens "die schwarze Null" der GmbH zum Saisonende.
Auf den Rängen stimmt die Bilanz. 2025/2026 waren die Jenaer mit starken 7.645 im Schnitt die Nr. 1 der Liga. Vor dem Halleschen FC (7.267) und Erzrivale Erfurt (7.156). Ein ordentlicher Anstieg zu der Spielzeit davor bei 7.001 und vor allem 2023/2024 mit 5.270. Die guten sportlichen Leistungen wurden erfreulicherweise honoriert. Der FCC hatte damit mehr Zuschauer als 8 Vereine der 3. Liga. 3-mal wurde es fünfstellig. Gegen Lok, Halle und natürlich Rot-Weiß bei zweitligareifen 13.123. Das Derby ist in Jena bereits gespielt, vor 12.141. Weniger, weil die organisierte Szene der Südkurve aufgrund der Beschränkung der Kapazität in deren Bereich von normal 1.061 auf 800 dem Geschehen fernblieb. Bürgermeister Benjamin Koppe (CDU) hatte die Festlegung der Besucherzahl in der Südkurve mit dem Sicherheitskonzept begründet. Ein Eilantrag des Vereins wurde abgewiesen. Eine neue Episode im Grabenkampf Verein – Stadt – Ultra-Szene. Im Fall des Aufstiegs in die 3. Liga würden derlei Einschränkungen vermutlich noch mehr gültig werden. Ohne das durchgesetzte Konzept will die Stadt wie bekannt die Zulassung für die 3. Liga möglicherweise oder sehr wahrscheinlich verweigern. Wie sich dann die Szene in der Südkurve verhält, bleibt spannend.